Bundeshandelskommission

 


Damals konnte der TV Gundeldingen zwei Faustballmannschaften stellen. Juni Gründung der Comenius-Universität Bratislava Innenpolitisch wurde die Schweiz durch die seit erreichten Konkordanz unter den führenden Parteien geprägt, die sich in der sogenannten Zauberformel bei der Verteilung der Bundesratssitze manifestierte. Die Welt des späten Mittelalters -

Inhaltsverzeichnis


Die Margarethenmatte wurde dem TV übrigens von der baselstädtischen Regierung überlassen. Deren Dirigent war F. Im Februar fand die erste Jahresfeier statt. Zu diesem Anlass wurde von J. Aber nicht nur die Gründung einer Jugendriege war in diesem Jahr zu vermelden. Es fand das Eidgenössische Turnfest in Zürich statt. Juli wurde um den Sieg gekämpft. Bei den Kunstturnern war der beste Platz der Rang, der von Alb. Danach folgten Emil Gruber Platz , Max Rink Platz und Emil Schmidle mit dem Insgesamt nahmen 77 Personen an diesem Wettkampf teil.

Bei den Nationalturnern sah es schon etwas anders aus. Er belegte den 9. Im Jahr wurde die Männerriege gegründe. Fünf Jahre nach ihrer ersten Gründung wurde die Jugendriege im Jahr zum 2. In diesem Jahr wurde die Damenriege gegründet. Juli fand in Basel das Die Tage waren lang, meist war schon um 5. Friedrich Ebert war Reichspräsident Wer war Regierungschef?

Februar Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann Juni Reichsministerpräsident Gustav Bauer Juni —, ab Januar Untergang der Iolaire vor Stornoway — Tote.

Januar Spartakusaufstand in Berlin 6. Januar Wahlen zur Nationalversammlung in Deutschland. Zum ersten Mal sind Frauen stimmberechtigt und auch wählbar Im Februar Erstflug der Farman F. Februar Beginn der zivilen Luftpost in Deutschland. Zweimal täglich starteten Flugzeuge in Berlin-Johannisthal, um Postsendungen zum Tagungsort der verfassunggebenden Nationalversammlung in Weimar zu transportieren.

Februar Friedrich Ebert wird von der Nationalversammlung zum ersten Reichspräsident der Weimarer Republik gewählt und bleibt dies bis Jenes des von den Leibwächtern niedergeschossenen Attentäters gelingt es in einer Notoperation zu retten. Mai, dass das Schwerefeld der Sonne Licht genau so ablenkt, wie es die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein vorhersagt 4. März In der Tschechoslowakei demonstrieren Sudetendeutsche für das Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Militäreinheiten lösen die Kundgebungen gewaltsam auf. Die Dreizehn Orte schlossen den Ewigen Frieden und ein Soldbündnis mit dem Königreich Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen , Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten.

Ausserdem wurde ein Grossteil der Ennetbergischen Gebiete endgültig den Eidgenossen zugesprochen. In der traditionellen Schweizergeschichte endet damit die expansionistische Phase der Eidgenossenschaft und macht einer Neutralität aus innerer Schwäche Platz.

Ob angesichts der Soldbündnisse mit Frankreich von Neutralität gesprochen werden kann, ist umstritten, zumal noch die Waadt erobert wurde. Der Export von Schweizer Söldnern durch verschiedene eidgenössische Orte hielt auch nach bis zum endgültigen Verbot an.

Einzige Ausnahme bildet seither die päpstliche Schweizergarde. In Zürich begann Ulrich Zwingli , nachdem er die Katastrophe von Marignano und eine Pesterkrankung überlebt hatte und die Bibel nun als wichtigstes Mass der Entscheidung rund um die Religion ansah, ab eine Reform der Kirche durchzuführen, die zur Gründung der Reformierten Kirche führte.

Zwingli predigte gegen Verehrung von Bildern, Reliquien und Heiligen, ausserdem engagierte er sich gegen Zölibat und Eucharistie. Er versuchte seine Reformation in der ganzen Schweiz zu verbreiten, als Politiker träumte er von einer erstarkten Eidgenossenschaft reformierten Glaubens. Später folgten die Städte Basel, Schaffhausen und St. Gallen dem Zürcher Beispiel ebenso wie Bern.

Gallen konnte sich die Reformation ebenfalls grösstenteils durchsetzen. Die Landstände in der Innerschweiz, die mit dem Papst verbündet sowie gegen die Stadtkantone eingestellt waren, wehrten sich erbittert gegen die Reformation.

Die Politik Zwinglis trug ebenfalls dazu bei, die Innerschweizer zu entfremden, da er eine starke Führungsrolle der Städte Bern und Zürich in einer politisch reformierten Eidgenossenschaft und die Abschaffung des Söldnerwesens propagierte.

Im Unterschied zu den Handelsstädten im Mittelland war die lokale Elite in der Innerschweiz aber auf das lukrative Söldnerwesen angewiesen. Im Zweiten Kappeler Landfrieden wurde ein Kompromiss gefunden: Die Religionshoheit wurde den Kantonen zugesprochen, die sich entscheiden konnten, was für ein Glaube in ihrem Herrschaftsgebiet gelten sollte.

Weiter wurde die Ausbreitung der Reformation in den Gemeinen Herrschaften gestoppt. Als religiös gemischte Gebiete wurde unter anderen das Toggenburg anerkannt. In den Drei Bünden blieb die Wahl der Religion den Gerichtsgemeinden überlassen, weshalb sich ein religiöser Flickenteppich entwickelte.

Die Auseinandersetzung zwischen den Religionen dauerte dort noch bis ins Erst mit ihrer äussersten Zuspitzung durch Calvin erlangte die Reformation weltweite Bedeutung. Während in der Eidgenossenschaft durch die Zusammenarbeit des Zürchers Heinrich Bullinger mit Calvin im Consensus Tigurinus von eine Einigung in der Abendmahlfrage zwischen Reformierten und Calvinisten erfolgte, blieben die Fronten zwischen Reformierten und Lutheranern bis in die neuere Zeit verhärtet.

Der Calvinismus verbreitete sich bis ins Jahrhundert weiter, vor allem in den aktiven führenden Schichten und in den Städten Deutschlands und Osteuropas. Die besondere Arbeitsethik des Calvinismus soll nach Max Webers umstrittener These von der Protestantischen Ethik für den späteren wirtschaftlichen Erfolg der reformierten Länder wesentlich verantwortlich gewesen sein.

Die katholischen Orte der Innerschweiz wurden im Jahrhundert zum Ausgangspunkt der Gegenreformation in der Eidgenossenschaft. Als Initialzündung der Gegenreformation gilt die Visitationsreise des italienischen Kardinals Karl Borromäus in der Eidgenossenschaft von Durch die Gegenreformation kam es zu ständigen Konflikten in den gemischten Kantonen. Aus diesem Grund trennte sich etwa der Kanton Appenzell in zwei Halbkantone.

Jahrhundert konnten durch die Gegenreformation grosse Gebiete der Eidgenossenschaft wieder für den katholischen Glauben gewonnen werden, besonders in der Nordwestschweiz Bistum Basel und in der Ostschweiz Fürstenland , Uznach , Gaster , Sargans.

Durch die Reformation wurde die Eidgenossenschaft langfristig stark geschwächt, da gemeinsame Beschlüsse der reformierten und katholischen Orte in der Tagsatzung praktisch unmöglich wurden. Die Tagsatzung war ein Gesandtenkongress der verschiedenen eidgenössischen Orte und besass als einzige gemeinschaftliche Institution nur sehr beschränkte legislative und exekutive Befugnisse.

Die katholischen Orte trugen stellenweise sogar dazu bei, dass reformierte Orte Gebiete verloren. Die vollständige Aufnahme der verbündeten reformierten Städte Mülhausen, Genf, Strassburg und Konstanz in die Eidgenossenschaft wurde ebenfalls durch die katholischen Orte verhindert. Trotzdem konnte sich das reformierte Genf gegen die savoyardischen Übergriffe Escalade behaupten. Die konfessionelle und politische Spaltung der Eidgenossenschaft wurde durch den Goldenen Bund der sieben katholischen Kantone besiegelt.

In den Hugenottenkriegen in Frankreich kämpften die Eidgenossen je nach Konfession in unterschiedlichen Lagern: Die Eidgenossenschaft als ganzes blieb während des Dreissigjährigen Krieges zwar neutral siehe Seekrieg auf dem Bodensee — , stellte jedoch Frankreich — die katholischen Orte auch Spanien — vertragsgemäss Söldner. Hauptgründe für die Neutralität waren die veralteten militärischen Einrichtungen und die konfessionelle Spaltung.

Jede Parteinahme hätte den Bürgerkrieg und damit das Ende der Eidgenossenschaft bedeutet: Während des ganzen Krieges bildete die Schweiz aus deutscher Sicht eine ruhige, vom Sturm umbrandete Insel des Wohlstands und des relativen Friedens. In wirtschaftlicher Hinsicht profitierten viele Gegenden der Schweiz sogar vom Krieg, da die Preise für Nahrungsmittel wegen der weitreichenden Verwüstungen in Deutschland und Italien stark stiegen.

Im Westfälischen Frieden vom Die Interpretation und die Folgen dieser Massnahme war bereits bei den Zeitgenossen umstritten, wurde aber im Jahrhundert nach der sich verbreitenden französischen Souveränitätslehre allgemein als Ausgliederung aus dem Heiligen Römischen Reich verstanden und überwiegend als Anerkennung der völkerrechtlichen Souveränität interpretiert.

Seither betrachteten sich alle eidgenössischen Orte als souveräne Staaten und verkehrten mit anderen europäischen Staaten diplomatisch auf gleicher Augenhöhe. Die staats- und völkerrechtliche Stellung der Eidgenossenschaft wurde folglich als souveräne, neutrale Republik beschrieben. Der Krieg bewirkte deshalb sogar noch eine Verstärkung der aristokratischen Tendenzen und eine Vergrösserung der Kluft zwischen Stadt und Land.

Zahlreiche Bauern wanderten nach dem Bauernkrieg in das entvölkerte Deutschland aus, wo verschiedene Staaten Einwanderer durch Privilegien und finanzielle Anreize anzogen. Bereits wenige Jahre nach dem Bauernkrieg bewirkte das Projekt einer Bundesreform das Wiederaufbrechen der religiösen Zwiste. Januar bestätigte erneut die Schlechterstellung der Reformierten in den Gemeinen Herrschaften.

Später wurde Frankreich auch zum Schiedsrichter für innere Konflikte der Eidgenossenschaft erklärt und erhielt freies Durchmarschrecht durch die Schweiz. Die Eidgenossenschaft sank durch die engen Verbindungen mit Frankreich im Jahrhundert faktisch zu einem französischen Protektorat ab. Der wirtschaftliche Aufschwung in den Städten liess den militärischen Vorteil der Länderorte schwinden, weshalb im Zweiten Villmergerkrieg , der durch religiöse Spannungen in der Fürstabtei St.

Gallen ausgelöst wurde, die reformierten Städte die Oberhand behielten. Das Prinzip der Parität , also der Gleichberechtigung beider Konfessionen in den Gemeinen Herrschaften, beendete die katholische Vormachtstellung in der Eidgenossenschaft. Jahrhundert glich die alte Eidgenossenschaft angesichts der in Europa vorherrschenden zentral regierten Monarchien einem Überbleibsel aus dem Spätmittelalter, war sie doch keineswegs ein Staat im modernen Sinne.

Vielmehr bestand sie aus einem Geflecht souveräner Kleinstaaten, die sich in einem losen Staatenbund zusammengeschlossen hatten. Dabei waren aber nicht alle Gebiete der Schweiz gleichermassen in diesen Bund eingeschlossen. Hinzu kamen die Untertanengebiete, die den vollberechtigten Orten unterstanden und in denen ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung lebte. Sie unterstanden entweder direkt einem der 13 Orte oder wurden als gemeine Herrschaften durch mehrere Orte verwaltet.

Bis auf die Appenzeller Orte verfügten alle vollberechtigten Orte über solche Untertanengebiete, wobei die wichtigsten mehrheitlich den Stadtorten angehörten. Neben den dreizehn Orten und ihren Untertanengebieten gab es auch noch die zugewandten Orte St. Gallen, Graubünden und Wallis, die in einem lockeren Verhältnis zum Kern standen.

Als einzige gemeinsame Institution des Bündnisgeflechts fungierte die Tagsatzung , in der die vollberechtigten Orte mit je zwei und die zugewandten Orte mit je einem Gesandten vertreten war. Ihre wichtigsten Aufgaben waren die Verwaltung der gemeinsamen Herrschaften, die Aussenpolitik und die Verteidigung.

Ihre Macht war jedoch sehr beschränkt und die Entscheidungsfindung bei Abstimmungen, welche Einstimmigkeit erforderte, war angesichts der durch die Orte instruierten Gesandten eher selten. So erwies sie sich, wie sich später zeigen sollte, auch beim Einmarsch der Franzosen nicht im Stande, ernsthaften militärischen Widerstand zu leisten. Die Stärkung der Staatsgewalt nach dem französischen Vorbild des Absolutismus brachte in den verschiedenen Orten der Schweiz drei Verfassungstypen hervor, die aristokratische Formen und Gottesgnadentum mit den republikanischen Traditionen vereinten:.

Die absolutistischen Tendenzen in der Herrschaftsausübung bewirkten im Jahrhundert eine ganze Reihe von Aufständen in den betroffenen Untertanengebieten, die jedoch bis allesamt mit äusserster Härte niedergeschlagen wurden. Trotz europaweiter Empörung wurde am Die Aufklärung konnte in der Eidgenossenschaft aber trotz der aristokratischen Tendenzen Fuss fassen.

Albrecht von Haller und Jean-Jacques Rousseau lösten durch ihre Verherrlichung der Natürlichkeit, Einfachheit und Unverdorbenheit der Eidgenossenschaft eine regelrechte Schweizbegeisterung und eine erste Welle des Tourismus aus. Mit seiner Staatstheorie hat Rousseau zudem einen wichtigen Beitrag zur späteren Entstehung der direkten Demokratie geleistet.

Der Einzug von Vernunft und Planung brachte neben der Verbesserung von Infrastruktur und Wirtschaft auch eine Lockerung der strengen religiösen Zucht in den reformierten Orten und eine Wiederannäherung der Konfessionen im Zeichen gegenseitiger Toleranz. Die zeitgenössischen Dichter und Gelehrten liessen durch ihre Verteidigung der bestehenden oder eingebildeten schweizerischen Eigenarten zum ersten Mal ein Schweizer Nationalbewusstsein entstehen.

In der zweiten Hälfte des Jahrhundert das Geschichtsbild der Schweiz bestimmte. Durch den Rückbezug auf die gemeinsame idealisierte Vergangenheit konnte so die Auseinandersetzung mit der schwierigen Zeit der konfessionellen Spannungen vermieden werden.

Truppen Napoleon Bonapartes besetzt und nach französischem Vorbild der zentralistische Einheitsstaat Helvetische Republik gegründet. Genf , Mülhausen und der Jura mit Biel kamen zu Frankreich; Neuenburg blieb preussisch , stand aber in keiner Verbindung mehr mit der Schweiz.

Hauptstadt des Einheitsstaates war vorerst Aarau. Zwischen und kam es in der Helvetischen Republik zu vier Staatsstreichen unter anderem wollte dabei der Waadtländer F. Vorbild eintraten und den Föderalisten, die eine Wiederherstellung der alten Kantone wünschten. Allerdings besassen die Unitarier aufgrund der stark verwurzelten föderalen Traditionen wenig Rückhalt in der Bevölkerung.

Napoleon versammelte die politische Elite der Schweiz in Paris an der Helvetischen Consulta und erarbeitete mit ihr die Mediationsakte Vermittlungsakte , eine neue föderalistische Verfassung, die Napoleon garantierte.

Die Selbständigkeit der Kantone wurde wieder gestärkt, der Einheitsstaat wurde zum Staatenbund. Die 13 alten Kantone wurden wiederhergestellt. Neu hinzu kamen die Kantone St.

Das Wallis wurde wegen der strategischen Bedeutung des Simplonpasses für Frankreich zuerst eine unabhängige Republik und kam zu Frankreich.

Schweizerische Truppenverbände und Söldner nahmen deshalb sowohl am Krieg in Spanien als auch am Russlandfeldzug teil. Im Dezember löste sich das von Napoleon geschaffene schweizerische Staatswesen unter dem Druck der innenpolitischen Gegenrevolution und der anrückenden Truppen der sechsten Koalition wieder auf. Zwischen den alten und den neuen Kantonen bestanden kurzzeitig beträchtliche Spannungen, die Schweiz stand vor einem Bürgerkrieg.

Erst unter äusserem Druck durch die siegreiche Koalition der Grossmächte rückten die nur noch lose im Bundesverein von organisierten souveränen Kantone im Sommer enger zusammen, so dass am 7. August mit den neu dazu stossenden Kantonen Genf , Wallis und Neuenburg nunmehr 22 Kantone mit dem sogenannten Bundesvertrag die Schweiz wieder als Staatenbund konstituierten.

Diese Stabilisierung der Eidgenossenschaft sollte dem Ziel dienen, zwischen Frankreich und Österreich einen Puffer zu errichten. Der nördliche, katholische Teil dieses Gebietes bildet heute den Kanton Jura. Um das strategisch wichtige Alpengebiet aus dem Einflussbereich Frankreichs zu lösen, verordneten die Grossmächte im Zweiten Pariser Frieden vom Die Wehr-, Münz- und Zollhoheit wurde wieder den Kantonen übertragen.

Als einzige ständige Institution existierte eine eidgenössische Kanzlei, die mit der Tagsatzung jährlich in die Vororte umzog. Die aristokratischen Vorherrschaften wurden endgültig gebrochen und durch liberal-demokratische Systeme ersetzt. Allerdings ergaben sich während einer Übergangsphase erneut innerkantonale Spannungen unter etwas anderen Vorzeichen: Zahlreiche europäische Staaten, darunter auch die Schweiz, erlebten Ernteausfälle, Hungersnöte und Wirtschaftskrisen, die viele Menschen zur Emigration veranlassten.

Mit dem Konkordat über eine gemeinsame schweizerische Mass- und Gewichtsordnung vom August wurde in der Schweiz das metrische System als Referenz- nicht Mass- system eingeführt.

Im Zuge des sogenannten Napoleonhandels spitzte sich die Situation zwischen der Schweiz und Frankreich zu. Er besuchte seine Mutter auf dem Totenbett. Als Frankreich am 1. August seine Ausweisung verlangte, stellten sich die Thurgauer Radikalen hinter den im Kanton populären Prinzen.

Als Frankreich erneut Truppen gegen die Schweiz mobilisierte, solidarisierten sich die Liberalen im ganzen Land mit dem Thurgau, die eidgenössischen Truppen wurden ebenfalls mobilisiert und sogar Charles-Jules Guiguer de Prangins zum General ernannt. Eine Eskalation wurde schliesslich nur durch die freiwillige Ausreise Napoleons vermieden. Auf Grund einer fortwährenden Polarisierung zwischen liberalen mehrheitlich städtisch-reformierten und den konservativen mehrheitlich ländlich-katholischen Kantonen nach den Freischarenzügen schlossen sich die katholischen Kantone Luzern , Uri , Schwyz , Unterwalden , Zug , Freiburg und Wallis zu einem Sonderbund zusammen, um ihre Interessen zu wahren.

Als Folge entschied sich die liberale Mehrheit der Tagsatzung für eine gewaltsame Auflösung des Sonderbundes, was noch im November unter General Henri Dufour geschah. Der nur vom 3. November dauernde Sonderbundskrieg war der letzte bewaffnete Konflikt auf dem Gebiet der Schweiz.

Nach offiziellen Angaben hat der Sonderbundskrieg Menschen das Leben gekostet und rund Verletzte gefordert. Er veränderte die Verfassungsstruktur des Landes ganz wesentlich:.

Durch den Sieg der liberalen Kantone im Sonderbundskrieg von wurde der Weg frei für eine Zentralisierung und Liberalisierung des bisherigen lockeren Staatenbundes mehr oder minder demokratischer Einzelkantone zu einem einheitlicheren und strafferen parlamentarischen Bundesstaat mit föderalistischer Grundstruktur. Die neue schweizerische Bundesverfassung trat im September in Kraft.

Ein Wesensmerkmal dieser Bundesverfassung war die Vereinheitlichung von Mass- und Münzwesen sowie die Abschaffung der vielen Binnenzölle, was in der Schweiz einen einheitlichen Wirtschaftsraum schuf. Die Absetzbewegungen in Neuenburg vom Königreich Preussen bedeuteten für den jungen Bundesstaat eine erste grössere aussenpolitische Herausforderung. Während unter General Dufour die Mobilmachung anlief, gelang es im letzten Moment, den sogenannten Neuenburgerhandel diplomatisch zu regeln.

Weitere Grenzbesetzungen erfolgten während der österreichisch-italienischen Kriege und