IMMOBILIEN: Häuserkämpfer

 

Die Aktie (englisch share) ist ein Wertpapier, das den Anteil an einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien verbrieft.

Auch in der Politik findet die Idee zunehmend Rückhalt. Leider ist selbst das Einhalten einer Strategie oft schon sehr schwer.

ETFs sind ideal geeignet, um langfristig ein stabiles Kernvermögen aufzubauen

Die fünf bisherigen Einrichtungen sind nun in zwei gebündelt. Für den Sparer ändert sich nichts – die Höchstgrenze bleibt bei Euro pro Bank.

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BlackRock fasst plötzlich wieder Vertrauen in Gold. Deutsche Bank AG Compagnie de Saint-Gobain Deutsche Telekom AG Turtle Trading Strategie 1 short. Die niedrigen Zinsen sind allenfalls gut für Hauskäufer, die Banken und vor allem die Regierungen, weil Kredite günstiger werden. Wenn die Geldschwemme irgendwann noch zu Inflation führt, schmelzen die staatlichen Schuldenberge damit wie von selbst zusammen.

Auf diese Weise haben etliche Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre drückenden Finanzlasten abgebaut. Für den Kleinsparer sind die Folgen aber fatal. Der Präsident des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, spricht schlicht von einer "kalten Enteignung" der Anleger. Eine private Lebensversicherung, die er abgeschlossen hatte, habe bei der Auszahlung eine sehr viel niedrigere Rendite gebracht, "als ich vor 30 Jahren gedacht habe", gestand er vergangene Woche ein.

Es gebe "zwei unterschiedliche Betrachtungen dazu", sagte er vorige Woche: Und es gibt die Sicht des Kleinsparers Steinbrück. Weitaus schlechter als der Jährige werden die Generationen nach ihm gestellt sein. Sie haben wegen fehlender Zinsen und Zinseszinsen immer mehr Mühe, sich einen Kapitalstock aufzubauen. Denn die Zeiten, in denen Berufseinsteiger schnell einen Job fanden und dann für den Rest ihres Erwerbslebens Vollzeit arbeiten konnten, sind auch vorbei.

Zeitverträge, prekäre Arbeitsplätze und zerklüftete Arbeitsbiografien machen kontinuierliche Altersvorsorge fast unmöglich. Man komme allmählich "an den Rand dessen, was man den Leuten noch zumuten kann", findet Allianz-Chef Michael Diekmann.

Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau in München, einem Beratungsunternehmen für die Finanzbranche, hat ein Fallbeispiel durchgerechnet, das die verheerende Wechselwirkung von niedrigen Zinsen und Inflation deutlich zeigt: Zumindest, wenn sie davon ausgeht, dass ihr Geld pro Jahr zwei Prozent an Kaufkraft verliert. Im Laufe ihres Arbeitslebens müsste sie also monatlich rund Euro zurücklegen. Geht sie auf Nummer sicher und rechnet mit einer Geldentwertung von 2,5 Prozent jährlich, würde dieser Betrag sogar auf fast Euro im Monat anwachsen.

Und sollten die Notenbanken die Zinsen noch weiter senken und würde die Rendite ihrer Anlage damit effektiv auf null sinken, wären schon fast Euro monatliche Vorsorge nötig - oder bei hoher Inflation sogar fast Euro. Von einem flotten Rentnerleben, wie es viele Senioren heute führen können, werden spätere Generationen auch dank der Politik nur noch träumen können.

Sie hat in den vergangenen Jahren etliche Privilegien für Ältere gestrichen. Seit etwa müssen Ruheständler normale Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen. Seit werden Renten schrittweise besteuert, ab wird der volle Satz zu zahlen sein. Auch die lange Jahre geltende Steuerfreiheit für Lebensversicherungen ist seit Geschichte. So wird Altersvorsorge zum unkalkulierbaren Risiko: Immer wieder lassen neue Gesetze alte Kalkulationen obsolet erscheinen.

Jüngstes Beispiel ist die geplante Finanztransaktionsteuer, mit der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eigentlich der Zockerei an den Börsen beikommen will. Hochrechnungen zeigen, dass sie auch Millionen Sparer hart treffen könnte. Zahlt ein Kunde etwa Euro monatlich in ein Fonds-Produkt ein, wie es Volksbanken derzeit verkaufen, summiert sich die geplante 0,1-prozentige Abgabe pro Aktien-Deal in 30 Jahren auf Euro.

Knapp drei Millionen Riester-Verträge seien betroffen. So düster die Aussichten auch sind, Alternativen zum privaten Sparen gibt es nicht.

Eine neue Studie zeigt: Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, dem fehlen im Alter im Schnitt Euro im Monat, wenn er es wenigstens auf 60 Prozent seines letzten Lohnes bringen will. Das gelte zumindest, wenn man alle Beiträge zusammennehme: Rentenbeiträge, Steuern und private wie betriebliche Vorsorge.

Von diesem Ziel jedoch sind etliche Deutsche weit weg - das konnten auch die Reformen des Walter Riester nicht ändern. Dass die staatliche Rente allein nicht ausreicht, ist seit der Jahrtausendwende offizielle Regierungspolitik. Kanzler Gerhard Schröder und sein Arbeitsminister Walter Riester stellten damals dem staatlichen Rentensystem eine kapitalgedeckte und staatlich geförderte Zusatzversicherung zur Seite.

Seitdem werden Betriebsrenten steuerlich begünstigt, und es gibt die sogenannte Riester-Rente. Später kam noch die Rürup-Rente für Selbständige hinzu. Das alles sollte auch Geringverdiener wie Doris Menken die Chance geben, die staatliche Rente aufzubessern.

Um vorzusorgen, schloss sie eine staatlich bezuschusste Riester-Rentenversicherung ab. Acht Jahre lang zahlte sie Monat für Monat 20 Euro. Mehr als Euro. Für die Familie war das ein herber Schlag. Die Menkens waren schlicht falsch beraten worden.

Viele Angebote sind zu kompliziert und dienen eher dem Profit der Versicherungs- und Bankenbranche als dem Wohl des Anlegers. Laien können kaum durchschauen, welche Produkte etwas taugen und welche nicht. Sein Münchner Institut untersucht gerade Verträge. Einige Einzelfälle seien erschütternd gewesen, sagt Börsch-Supan. In einer anderen fondsgebundenen Rentenversicherung waren es sogar 75 Prozent der Beiträge.

Branchenkenner wundern sich über solche Summen nicht. Die Versicherungsleute, die Anlageverwalter - und mindestens ein Verkäufer. Wer an den Berater eines sogenannten Strukturvertriebs gerät, zahlt sogar noch an dessen Vorgesetzte Geld.

Kleinlein hat zu Beginn seiner Karriere zwei Jahre bei der Allianz gearbeitet. Nach dieser Erfahrung wurde der streitbare Jährige zu einem der schärfsten Branchenkritiker. Der Versicherte müsse schon das Greisenalter erreichen, damit das eingesetzte Geld akzeptable Rendite abwerfe.

Riester selbst wird noch heute wütend, wenn er das hört. Riester verweist auf Rechnungen wie diese: Dabei bestreitet Riester-Kritiker Kleinlein gar nicht, dass sich selbst schlechte Policen für Kunden mit vielen Kindern lohnen können - wegen der hohen Zulagen. Selbst die Experten der staatlich bezuschussten Stiftung Warentest kamen in ihrer Zeitschrift "Finanztest" bei den letzten ausführlichen Proberechnungen für Riester-Produkte zu dem Ergebnis: Die Experten im Bundesfinanzministerium wollen deshalb nun nachjustieren.

Eine sperrige Vorlage für ein "Altersvorsorgeverbesserungsgesetz", die derzeit im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat festhängt, sieht etwa die Einführung von standardisierten Informationsblättern vor.

Dass sich dadurch viel ändern wird, glaubt aber auch Riester nicht. Der Rentenerfinder selbst bestreitet das vehement - zumindest mit Blick auf die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen.

Tatsächlich stehen auch deren Anbieter unter Druck: Sie haben mit den niedrigen Zinsen besonders zu kämpfen. Denn sie investieren ihre Kundengelder vor allem in sichere Schuldverschreibungen von Staaten und Unternehmen, die kaum noch etwas abwerfen.

Gleichzeitig müssen sie üppige Garantiezahlungen stemmen, die sie ihren Kunden in besseren Zeiten versprachen. In den kurzfristig kalkulierenden Gewinn- und Verlustrechnungen spiegelt sich das allerdings noch nicht wider. Die Verzinsung der Kundenverträge schraubt die Branche trotzdem seit Jahren herunter.

Es erwischt selbst Leute wie den selbständigen Unternehmensberater Ingo Kwoka, einen "Zahlenmenschen", wie er sich selbst nennt. Das klang solide, war aber tatsächlich eine hochriskante und komplexe Wette. Bei ihrem Tod floss das Geld in den Fonds der deutschen Anleger. Es floss allerdings weit weniger als gedacht, denn die ursprünglichen Inhaber der US-Policen lebten länger als prognostiziert.

Kwokas Rechnung für den Ruhestand geht deshalb nicht mehr auf. Pia Müller hatte schon vor den katalogdicken Broschüren und dem Finanz-Kauderwelsch in ihren Vertragsunterlagen kapituliert. Denn da ist von Garantiezahlungen und Überschüssen die Rede, die sich noch einmal unterteilen in Kosten-, Risiko- und Schlussüberschüsse.

Risikoüberschüsse werden zum Beispiel erzielt, wenn Rentenversicherte früher sterben als kalkuliert. Teile dieser Extra-Gewinne müssen die Versicherer zwar an die überlebenden Kunden ausschütten, 25 Prozent dürfen sie aber bislang einstreichen. So manche Assekuranz kalkuliert deshalb besonders vorsichtig. Vor allem aber sind es die Gebühren vieler Produkte, die Verbraucherschützer in Rage versetzen. Die sogenannten Abschlusskosten, die auch dem Vermittler zugutekommen, kassieren die Anbieter komplett in den ersten fünf Jahren eines Kontrakts.

Sabine Dubrau, 44, hat seit deshalb vor allem diverse Finanzberater subventioniert, wenn sie monatlich Geld für den Ruhestand zurücklegte. Dubraus Lage ist prekär: Der zweifachen Mutter kommen die Tränen, wenn sie über ihre Situation berichtet. Nach elf Jahren als Hausfrau und einer Scheidung wurden der Zahntechnikerin nämlich gerade einmal ,92 Euro Monatsrente aus der gesetzlichen Kasse in Aussicht gestellt.

Heute sind es Euro - aber auch nur, wenn sie so weiterarbeitet wie in den vergangenen fünf Jahren. Zweimal wurde Dubrau eine neue Police als angeblich besseres Angebot verkauft.

Zweimal stieg sie um. Was Dubrau nicht erkannte, war, dass sie auf diese Weise insgesamt dreimal hohe Provisionen bezahlte und deshalb fast kein Geld auf ihr Sparkonto floss.

Nun misstraut sie der Branche zutiefst - so wie viele Bürger. Und kaum jemand trifft dieses generelle Misstrauen derzeit härter als den Versicherer Ergo und seinen Chef: Vor zwei Jahren kam heraus, dass Verkäufertruppen seines hauseigenen Strukturvertriebs eine Sex-Sause in einer Budapester Therme gefeiert hatten.

Danach jagte eine peinliche Schlagzeile die nächste. Mal wurden Tausende Riester-Renten falsch berechnet. Aber ein generelles Problem mit der Geschäftskultur?

Das will der ehemalige Unternehmensberater Oletzky, 46, nicht sehen. Der Trip nach Budapest sei natürlich "unsäglich, da gibt es nichts zu diskutieren". Aber die Geschichte mit den Riester-Verträgen? Basierten auf einem Druckfehler, sagt Oletzky. Ein "ärgerlicher, aber menschlicher Fehler und kein bewusstes Fehlverhalten", findet er.

Genau wie bei den Betriebsrenten seien also "Vorwürfe systematischen Fehlverhaltens" nicht gerechtfertigt. Oletzky versucht verzweifelt, das alles auseinanderzuhalten. Aber seine Branche bleibt wegen ihrer Undurchschaubarkeit unter Generalverdacht - und die Politik mit ihrer Regulierung völlig überfordert.

Das beweist nicht zuletzt die jüngste Schlacht um die Frage, wie die angeschlagenen Versicherer ihre Risikopuffer aufbessern können. Buchstäblich in letzter Minute stoppte der Bundesrat vor Weihnachten eine Gesetzesnovelle mit entsprechenden Neuerungen, weil die mal wieder vor allem auf Kosten der Kunden gegangen wären, wie Verbraucherschützer klagten.

Denn Versicherer sollten künftig auch sogenannte Bewertungsreserven einbehalten dürfen, die bislang an Kunden ausgeschüttet werden mussten. Ein Vermittlungsausschuss hat das Ganze inzwischen gekippt.

Doch nun sind Neuerungen bei der "freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung" in der Diskussion. Wieder verstecken sich hinter dem Begriff mehr als 15 Milliar-den Euro - und hinter der Neuregelung der Versuch, das Geld auf Kosten der Kunden still und heimlich als Eigenmittel zu verwenden.

Die Branche hält selbstredend dagegen. Und wer recht hat, vermögen selbst Experten und Fachpolitiker kaum zu sagen, weil auch ihnen im Irrsinn der Gesetzesparagrafen und Branchenregeln zuweilen der Durchblick abhandenkommt. Fast alle Dax-Konzerne haben hauseigene Rentenprogramme, bei Siemens habe die Versorgung der Mitarbeiter sogar eine "Tradition seit ", lässt der Münchner Mischkonzern wissen.

Doch auch diese Säule der Altersvorsorge bekommt Risse. Schon die Regierung Schröder wollte dem entgegenwirken. Arbeitgeber müssen deshalb laut Gesetz, wenn ihre Mitarbeiter das fordern, bis zu Euro im Monat vom Bruttogehalt abzwacken und in eine Altersvorsorge stecken. Auf diesen Betrag fallen dann weder Steuern noch Sozialabgaben an. Richtig gezündet hat das Konzept nicht.

Nur etwa jeder fünfte Arbeitnehmer nutzt die sogenannte Entgeltumwandlung. Viele bereuen es später bitter. Zwar klingen die gesetzlichen Vorgaben beruhigend: So haftet etwa der Chef des Unternehmens, wenn die spätere Rente hinter bestimmten Garantien zurückbleibt.

Doch in der Praxis endet so manche Betriebsrente im zähen Rechtsstreit. Schaarschmidt hielt das für eine sichere Sache.