Leserfrage: Menno, alles geht nach oben, nur mein ETF nicht! Warum?

 


Irrer Auto-Fund in bulgarischer Lagerhalle motor1. Da die Bank mich sehr verärgert hat. Hier besuchte er u.

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Ein weltweit anlegender Indexfonds folgt dem Geld und justiert sich automatisch nach. Warum wollen Sie auf diese Flexibilität verzichten? Ich fixiere ein bestimmtes Umtauschverhältnis. Soll der Euro jetzt gegenüber allen dreizehn Währungen fixiert werden? Oder nur gegenüber dem Dollar? Was passiert, wenn eine Währung neu hinzukommt? Welches Umtauschverhältnis soll denn fixiert werden? Wer aber den Fonds gekauft hat, als man für einen Euro knapp 1,6 US-Dollar bekam, wird nach einer Währungsabsicherung rufen.

Auch wenn die Fondsanbieter sie gerne als solche bezeichnen: Eine Währungsabsicherung ist keine Versicherung. Versicherungen werden individuell abgeschlossen und sind auf die Bedürfnisse des Versicherungsnehmers zugeschnitten.

Eine Währungsabsicherung kann immer nur sehr global greifen. Das einzige, was sicher ist: Die Währungsabsicherung produziert Kosten. Dies zeigen die beiden folgenden Grafiken. Aktuell bekommt man für einen Euro 1,29 US-Dollar.

Der ETF würde also bei 1. Gleichzeitig wertet der Dollar ab. Für einen Euro gibt es nun 1,40 US-Dollar. Dass der Dollar in der Zwischenzeit abgewertet wurde, spielt keine Rolle. Es gibt Währungsschwankungen und die bekommt man indirekt über die Schwankungen der Erträge der einzelnen Index-Firmen mit. Wegen der vielen Quer-, Seiten- und Nebeneffekte lassen sich die Auswirkungen der Währungsschwankungen schwer quantifizieren. Es hängt eben alles mit allem zusammen.

Bei einem Weltportfolio sollten sich im Mittel die Einflüsse der Währungsschwankungen auf die Erträge ausgleichen, sodass eine Absicherung nicht erforderlich ist. Banken können rechnen, und auch wenn die Währungseinflüsse schwer zu quantifizieren sind — die Bank wird sich schon ein Modell bauen, und dieses Modell wird mit Sicherheit eine ordentliche Worst-Case-Marge für die Bank enthalten.

Auf lange Sicht wird eine Währungsabsicherung nur Kosten produzieren. Eine Währungsabsicherung blockiert die natürliche Ausgleichsbewegung, mit der der Fonds sonst auf Währungsschwankungen reagieren würde. Es ist grundsätzlich immer klüger weil kostengünstiger und flexibler , solche Dinge auf der Ebene der Anlageklassen zu regeln, statt zu versuchen, ein nicht zu Prozent passendes Anlageprodukt mit irgendwelchen Zusätzen passend zu machen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Wollen Sie wisssen, wenn sich hier etwas tut unter anderem neue Artikel, Veranstaltungen mit und von mir? Wenn ja, dann melden Sie sich zum Freitags-Newsletter an. Bedeutet "Fondswährung EUR" das selbe wie "währungsgesichert, quanto oder gehedged"?

Da sich die Frage häuft, versuche ich mal mit einer Beispielrechnung Licht in den Währungsdschungel zu bringen. Der Finanzwesir hat es zwar schon im Artikel versucht, aber vielleicht hilft ein zweites Beispiel beim Verständnis:. Nun möge sich der Wechselkurs ändern, z. Verkauft der Anleger nun sein Depot, so erhält er in beiden Fällen US-Dollar-Währungsraum Wieder sollen die Wieder gebe es zwei ETFs: Der Depotwert bleibt bei Verkauft der Anleger nun sein Depot, so erhält er in beiden Fällen 7.

Gerade diese breite Streuung unabhängig von den Währungsräumen hat sich in der Vergangenheit als wichtiger Faktor einer erfolgreichen Anlagestrategie gezeigt. Durch die Globalisierung ist das natürlich nicht gegeben und es ist damit noch viel weniger kritisch, dass man in mehrere Währungsräume beispielsweise über den MSCI World investiert.

Die Unternehmen tun dies eh in jede Richtung. Hallo zusammen, mich interessiert das Thema Währungsabsicherung auch sehr. Was noch nicht wirklich verständlich erläutert ist, ist das Thema Währungshedging. Ich bin kein Experte, aber vielleicht kann ich hier ein bisschen weiterhelfen. Bei den oben beschriebenen Beispielen wird immer der aktuelle Wechselkurs verwendet. EUR hedged bedeutet hingegen vereinfacht nichts anderes, als dass nicht der aktuelle sondern ein festgelegter EUR Kurs zur Umrechnung verwendet wird.

Hierdurch wird der Vorteil einer Kursverbesserung eliminiert aber auch das Risiko einer Kursverschlechterung. Schauen wir uns auch hier ein Beispiel anhand echter Kursverläufe an: Schauen wir uns ein paar andere Zeitpunkte an. Der Index ist gestiegen und steht im Plus ggü. Allerdings ist auch der Wechselkurs gestiegen. Ich hoffe die grundsätzliche "Mechanik" der hedged ETF ist somit etwas klarer und hoffentlich auch korrekt beschrieben.

Bleibt die Frage der Schlussfolgerung, hier bin ich mir nicht sicher ob ich vollständig mit dem Finanzwesir übereinstimme. Nun zu meiner Frage: Sollte dies der Fall sein würde dies ein gutes Stück der Rendite fressen.

Daher bleibt die Frage ob es nicht sinnvoller sein könnte im Moment in einen hedged ETF einzusteigen? Ist es tatsächlich nicht genau umgekehrt? Wer billiger gekauft hat, als er heute verkaufen kann, hat Anlass zur Freude; wer teurer gekauft hat, als er heute verkaufen kann, eher nicht.

Ich frage mich aber, ob es sich nicht lohnenswerter gewesen wäre in diesem Fall ein EUR hedged Position zu kaufen? In diesem Falle hätte man nämlich den Kursverlust nicht erlitten! Ich frage deshalb weil ich momentan mein langfristiges Weltporfolio am aufbauen bin.

Meine Heimwährung ist CHF. Meine Beispiele dienten lediglich der Verdeutlichung. Wenn du eine gehedgte schreibt man das so?

Variante kaufst, sicherst Du Dich gegen Fremdwährungsschwankungen ab - das kostet aber Geld. Versicherungen kosten immer Geld. Man sollte allerdings beachten, dass Fremdwährungsschwankungen in beide Richtungen erfolgen können und somit von Vor- als auch von Nachteil sein können. Ich verzichte auf jeden Hedge in der Hoffnung dass sich beide Bewegungen langfristig ausgleichen und ich mir somit die entstehenden Kosten sparen kann - diese kenne ich bereits heute, der mögliche Benefit ist hingegen unbekannt.

Wenn Du diesen Hedge brauchst, weil denkst, dass die anderen Währungen ggü. Den Link kennst Du bestimmt schon, gell: Ich gehe davon aus, dass Du weisst, dass Währungsentwicklungen stark von verschiedenen Faktoren wie Zinsen, Inflation etc. Raiffeisen hat dies kürzlich im Bondbereich folgendermassen veröffentlicht:. Damit geht ein Anleger jedoch ein zusätzliches Risiko ein: Theorie und Praxis zeigen, dass die höhere Verzinsung in der Regel durch Währungsverluste kompensiert wird.

Grössere Wechselkursschwankungen sind insbesondere über längere Perioden nichts Ungewöhnliches. Für einen in Schweizer Franken denkenden Anleger lohnen sich Fremdwährungsobligationen langfristig in der Regel kaum. Hallo Benny, ich werde nicht versuchen, Dich von einer gegenteiligen Meinung zu überzeugen, aber ich fürchte, wir reden etwas aneinander vorbei:.

Dass Währungsschwankungen von verschiedenen Faktoren abhängen ist mir bewusst. Dass Raiffeisen vor Fremdwährungsanleihen warnt, kann ich auch verstehen. Wir reden hier aber nun über den Aktienbereich. Sowohl der Artikel als auch mein Beispiel beziehen sich jedoch auf Aktienanlagen. Und insbesondere da sehe ich meine oben zitierte Hoffnung als realistisch an. Übrigens bin ich da nicht alleine: Hedge kostet Geld und kann bei kurzfristigen Anlagen sinnvoll sein.

Bei längerfristigen Anlagen eher weniger. Es gibt auf diversen Internetseiten seit Jahren Behauptungen, dass das "weltweite Geldsystem" zum Scheitern verurteilt sei, und wir uns "kurz" vor dem Kollaps befünden. Ist das ein ernstzunehmendes Szenario, das man im Hinterkopf haben sollte, oder ist das reine Verschwörungstheorie? Die grundlegende Argumentation, auf die sich dort gestützt wird, ist, dass sich die Spirale aus Zins, Geldmenge und Schulden, immer weiter zuspitzt und dies zwangsläufig zum Kollaps des Geldsystems führen muss.

Gibt es einen Punkt, den diese Leute, z. Michael Mross, nicht berücksichtigen? So lange aber alle entwickelten Länder kein Interesse am Zusammenbruch des Geldsystems haben, werden sie alles tun, um genau das zu verhindern. Vielleicht kann mir ein Experte die diesbezüglichen Sorgen nehmen. Prinzipiell kann ich dir raten, immer die "cui bono"-Frage zu stellen: Damit meine ich nichtmal "wem nützt der Kollaps des globalen Geldsystems", sondern viel direkter: Welches Interesse haben eigentlich die Crashpropheten, die immer den Untergang herbeischreien?

Ein Paradebeispiel dafür sind mir die ganze "Goldbug"-Szene, die im Internet gegen das zum Scheitern verurteilte Papiergeld wettern, nur um einen gleich ihr gelbes Altmetall verkaufen zu wollen. Nun würde ich mir doch denken, wenn sie wirklich davon überzeugt sind, dass Gold die Rettung ist, warum wollen sie ihr Gold dann überhaupt noch so schnell an uns loswerden und gegen unsere ja achsowertlosen Scheinchen eintauschen?

Würden sie nicht eher ihr tolles Gold horten, um dann aus dem Crash als Gewinner herauszugehen? Und so weiter, daneben gibts halt noch viele andere Dinge und Wege die ähnlich suspekt sind. Bei jedem Crashpropheten sollte man deshalb auch immer nüchtern hinterfragen, welches Geschäft er eigentlich betreibt.

Viele von denen wollen ja im Endeffekt damit auch nur ihre eigenen Bücher, Newsletter, Seminare, "alternative" Investments und was auch immer vertreiben. Das wir alle "kurz" vom Untergang stehen kann man eigentlich seit Jahrzehnten schon hören. Für jedes Jahr in der Vergangenheit hat irgendjemand schonmal den Crash ausgerufen bis man halt einmal damit zwangsläufig zufällig recht hat , und es gibt wohl psychologisch im Menschen auch eine gewisse "Lust am Untergang", die die Anziehung solcher Investmentpornographie oder eher Investmenthorrorstories ausübt.

Das mal soweit zu den Crashpropheten. Niemand kann dir seriös sagen, ob alles "wunderbar in Ordnung ist, brauchst dir keine Sorgen zu machen" oder doch eher "oh Gott die Welt stürzt ein, alle ab in den Bunker! Am Ende liegt die Realität wohl irgendwo dazwischen: Ja, es gibt natürlich Probleme, und die werden auch nicht so einfach und ohne Verlierer gelöst werden können. Die Geschichte war ja auch noch nie ein schnurgerader Weg nach oben, sondern immer mal mit Wirrungen und Rückschlägen durchsetzt.

Meine Oma hatte auch fünf Währungen erlebt, und 's Lebbe geed woida ;-. Danke für die ganzen Antworten. Dem ist wenig hinzuzufügen. Was den Untergang angeht: Nikita Chruschtschow im Oktober - das war Krise.

Das dumme Geschwätz der Chrash-Auguren ist reine Geschäftemacherei. Wie bei einer Uhr die stehen bleibt. Die zwigt auch zwei mal am Tag die richtige Zeit an. Wenn ich jedes Jahr den Chrash ausrufe, muss ich zwangsläufig auch mal richtig liegen. Da stimme ich ChrisS voll zu. Aber wie genau das ablaufen wird, keine Ahnung.

Aber es wird dann gut sein, wenn man Freunde und ein paar Whisky-Pullen hat ;-. Vielleicht habe ich das in der Hitze gerade falsch herum gedeutet, aber: Ich erlaube mir als unbelekter Neuling, auch mal eine Frage zu stellen, weil ich derzeit auch einen möglichst "diversen" Weg zur Geldanlage suche und die Währungsthematik mir Kopfzerbrechen macht.

Wir bekommen aus einem Immo - Verkauf demnächst eine sechstellige Summe. Nun möchten wir 58 zwei Dinge erreichen: Geht ohne jedes Problem. Wir müssen Euro in USD tauschen. Für uns ist es wahrscheinlich bitte: Wenn nun der Dollar das macht, was wir hoffen: Profitiere ich dann am gestiegnene Dollar?

Wenn ich die Erklärungen hier lese, ist das doch offenbar gar nicht möglich weil der Umtausch in Euro immer die Währungsveränderungen auffrisst. Oder verstehe ich da etwas nicht? Wenn ich Trombonist richtig deute, dann geht das aber doch irgendwie. Schon mal danke für die Antworten. Hi Wolfiko, angenommen du kaufst zB fuer Dann haettest du Assets im Wert von Wenn du das tatsaechlich auf einmal machen wuerdest, muesstest du den Gewinn von Im Prinzip wird hier deshalb so oft die weltweite Diversifikation gepredigt.

Hallo Joerg, zunächst ganz herzlichen Dank für Deine umfassende Erklärung. Ich habe mich in den letzten Tagen überall schlau er gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe: Dann nehme ich sozusagen die Dollarentwicklung - trotz Kauf in Euro - als Beigabe mit natürlich auch die Negativentwicklung.

Sicher auch nicht zu verachten. Die sehr teure Dollar-Kontoversion in CH werden wir sterben lassen. Eines haben wir schon in Australien. Deshalb wird es doch auf jeden Fall noch ein CH Konto geben. Jeder kann und muss für sich ja bei Anlageentscheidungen auch die innenpolitische Entwicklung eines Landes im Auge haben. Ich hoffe zwar , wir werden die nächsten 30 Jahre immer in Ruhe in D zur Bank gehen können. Auch der Reimport etwa von Pharmaprodukten ist eine Arbitrage, da die Preisunterschiede desselben Präparates bekannt sind und von Arbitrageuren genutzt werden können.

Bisher sind die Reimporte jedoch zu gering, um die Inlandspreise auf das Auslandsniveau zu drücken. Sie beschäftigt sich damit, Wechsel dort zu kaufen, wo sie billig sind, und sie dahin zu verkaufen, wo sie teuer sind.

Einerseits wollte man an den örtlichen Differenzen der Wechselkurse verdienen, zweitens spekulierte man auf deren Änderung und andererseits wünschte man sich möglichst hohe Zinsen. Ausführlich geht Savary auf die Unternehmerfunktion der Arbitrage ein, vor allem unter den zahlreichen Währungen und Münzsorten jener Zeit.

Der französische Ökonom Antoine-Augustin Cournot verwendete den Arbitragebegriff in seiner — auf mathematischen Grundlagen beruhenden — Theorie des Reichtums über die Verbindung der Märkte durch Konvergenz bereits im heutigen Sinne. Danach werden einzelne lokale Märkte durch Arbitrage zunehmend voneinander abhängig. Das Gesetz beruht auf Arbitragevorstellungen, wonach für ein Gut nur dann ein einheitlicher Preis gelten kann, wenn räumliche, zeitliche, sachliche und persönliche Präferenzen entfallen und vollkommene Information vorliegt vollkommener Markt.

Das Zustandekommen eines einheitlichen Preises wird in diesem Fall damit begründet, dass in einem vollkommenen Markt Preisdifferenzen schnell als Arbitragemöglichkeit erkannt und von den Marktteilnehmern ausgenutzt werden. Walras machte erstmals darauf aufmerksam, dass es sich bei der Arbitrage auf den Devisenmärkten um genau den gleichen Vorgang handelt wie beim Tauschprozess auf den Warenmärkten, wie er von ihm in der für die Preistheorie fundamentalen Arbeit entwickelt wurde.

Erst nach der Wiedereinführung der Devisenkonvertibilität im Dezember konnten sich Devisenkurs- und Zinsarbitrage allmählich wieder frei entfalten, [16] weil sich ein freier Devisen- und Kapitalverkehr entwickeln konnte. Für den Devisenhandel bot sich wegen der Handelstechniken der Arbitrage und Spekulation, die auf die Ausnutzung von Kursunterschieden ausgerichtet sind, die Möglichkeit gewinnbringender Aktivitäten. Kirzner beschafft der Unternehmer Informationen, wertet sie zielgerichtet aus und nutzt dadurch Informationsvorsprünge über Marktungleichwichte für Arbitrage und Spekulation.

Er setzt damit einen Marktprozess in Bewegung, der zu einem Marktgleichgewicht führt. Bestehende Preisunterschiede werden von Arbitrageuren erkannt und durch Arbitrage genutzt. Das führt durch Käufe zu einer Preiserhöhung auf dem preisgünstigeren Markt und durch Verkäufe zu Preisrückgängen auf dem teureren Markt.

Deshalb übernimmt die aggregierte Arbitrage eine Preisausgleichsfunktion. Arbitrage findet solange statt, bis der Arbitragegewinn mit den Transaktionskosten identisch ist.

Die Raumarbitrage sorgt für Marktliquidität , da der Arbitrageur beim Kauf das Arbitrageobjekt einem verkaufswilligen Marktteilnehmer abnimmt, um es beim Verkauf einem anderen kaufbereiten Marktteilnehmer zu überlassen. Der Arbitrageur übernimmt auch eine Versicherungsfunktion , wenn er beim Kauf von seiner verkaufswilligen Gegenpartei deren Bestandsrisiko für das Arbitrageobjekt abnimmt.

Eine Ressourcenallokation ist indes nicht vorhanden, weil den Anschaffungskosten eines Arbitrageobjekts zeitgleich Verkaufserlöse gegenüberstehen, so dass es zu keinem Mitteleinsatz kommt. Gemeinsames Merkmal aller Arbitragearten ist die sichere Information über die den Arbitragegewinn bestimmenden Kurse oder Preise und die simultane Glattstellung Verkauf oder Kauf.

Das Fehlen dieser spezifischen intertemporalen Preisrisiken unterscheidet die Arbitrage von der Spekulation. Die sehr hohe Markttransparenz auf den Finanzmärkten durch elektronischen Handel verringert Arbitragemöglichkeiten und führt zur Arbitragefreiheit , weil die Marktteilnehmer die Preise ihrer Produkte so schnell anpassen, dass Arbitragemöglichkeiten meist nur für sehr kurze Zeiträume bestehen.

Devisenarbitrage liegt vor, wenn unterschiedliche Devisenkurse einer Währung zur gleichen Zeit auf verschiedenen Devisenmärkten ausgenutzt werden. Von Zinsdifferenzarbitrage spricht man, wenn die zwischen Staaten bestehenden unterschiedlichen Zinsniveaus ausgenutzt werden. Ist im Ausland das Zinsniveau höher niedriger als im Inland, lohnt sich die Geldanlage Kreditaufnahme durch ein Devisenswapgeschäft in Form eines kombinierten Kassakaufs Kassaverkaufs und Terminverkaufs Terminkaufs in der entsprechenden Fremdwährung.

Diese Zinsdifferenzarbitrage lohnt sich solange, bis der Swapsatz mit dem Arbitragegewinn identisch ist. Arbitrage wird in der Wirtschaftswissenschaft überwiegend als nützlich beurteilt, da sie Markteffizienz schafft. Im Rahmen der Globalisierungskritik wird ein Missverhältnis zwischen dem tatsächlichen Handelsvolumen und den auf den Devisenmärkten umgesetzten Beträgen als kritikwürdig angesehen.

Bei diesen angesprochenen Devisengeschäften handelt es sich fast vollständig um Arbitragegeschäfte zwischen verschiedenen Währungen, die innerhalb von Sekunden elektronisch abgewickelt werden, wodurch im Tagesverlauf sehr hohe Handelsvolumina entstehen können. Diese Arbitragegeschäfte werden gelegentlich als Zinsarbitrage bezeichnet besser: Dabei handelt es sich um Spekulationsgeschäfte zum Ausnutzen von Zinsunterschieden einzelner Währungen.

Joseph Schumpeter stellte den Arbitrage-Unternehmer dem innovativen schöpferischen Unternehmer gegenüber. Schumpeter bewertet die Leistung des schöpferischen Unternehmers höher, erkennt jedoch zugleich an, dass der Arbitrage-Unternehmer ungewollt den Wettbewerb fördere, da er Kenntnisse, die vorher nur ihm zur Verfügung standen und die Voraussetzung seiner Arbitrage-Tätigkeit sind , dem Markt zugänglich macht.