Die Struktur der Kohlenwasserstoffe

 


Absolut jeder Punkt hier ist verdreht und schlicht unlogisch. Die Strukturformel , die die Bindungen der Moleküle vollkommen gradlinig dargestellt, entspricht also in dieser Hinsicht nicht der Realität. Wir haben heute eine ganz andere Situation als zu derzeit, als der Ökologismus seinen Siegeszug angetreten hat. Die Daten dienen auch zur Erkennung von Klimaveränderungen, der verbesserten Nutzung der weltweiten Wasserressourcen sowie der Planung von Wasserbauwerken und der Kalibrierung von Erdbeobachtungssatelliten. Mikroorganismen können Kunststoffe im Grunde nur durch extrazelluläre Enzyme verarbeiten, die das Material in kleinere Bestandteile zerlegen, die dann von der Zelle aufgenommen werden können.

Unbequeme Wahrheiten: Die biologisch-geologische CO2-Sackgasse


Tragen die eingesetzten Amine auch wieder zwei Amingruppen, kann die zuvor entstandene Spezies wiederum mit zwei Carbonsäuremolekülen reagieren usw. Die so entstehenden Polymere können sich dann auch noch weiter untereinander verbinden, so dass der Polymerisationsgrad entscheidend von der Reaktionsdauer abhängt siehe Carothers-Gleichung. Bei Polyadditionen erfolgt die Bildung des Polymers durch Addition der einzelnen Monomere untereinander, ohne die Bildung von Nebenprodukten.

Isocyanate reagieren mit Alkoholen in einer Additionsreaktion zu sogenannten Urethanen. Setzt man der Polymerisationsmischung Wasser zu, reagiert dieses mit den Isocyanaten zu Aminen und Kohlenstoffdioxid. Das in der Mischung freiwerdende CO 2 wird in Form von Bläschen in den Kunststoff eingeschlossen, so dass man einen Schaumstoff erhält. Polyurethanschaumstoff wird für Matratzen, Sitzmöbel, Schwämme, etc.

Kunststoffen werden im Verlauf des Herstellungsprozesses sogenannte Additive zugesetzt Compoundierung. Sie dienen der genauen Einstellung der Materialeigenschaften auf die Bedürfnisse der jeweiligen Anwendung und der Verbesserung der chemischen, elektrischen und mechanischen Eigenschaften. Etwa zwei Drittel der weltweit hergestellten Additive werden für die Produktion von Polyvinylchlorid aufgewendet, fast drei Fünftel der hergestellten Additive sind Weichmacher.

Es handelt sich um Stoffe, die in der Lage sind auf molekularer Ebene in den Kunststoff einzudringen und so die Beweglichkeit der Ketten gegeneinander zu erhöhen.

Dioctylphtalat DOP der am häufigsten verwendete Weichmacher. Dieser stellte sich jedoch als umwelt- und gesundheitsschädlich heraus, weshalb die europäische Industrie inzwischen weitgehend auf seinen Einsatz verzichten will.

Extender verbessern ebenfalls die Verarbeitbarkeit, man spricht deshalb auch von sekundären Weichmachern. Wichtige Extender sind epoxidierte Öle, hochsiedende Mineralöle und Paraffine. Stabilisatoren dienen der Verbesserung der chemischen Eigenschaften. Sie erhöhen die Lebensdauer des Kunststoffes und schützen ihn vor schädigenden Einflüssen Oxidation, Strahlung und Wärme bzw. Feuer in seinem Einsatzgebiet. Durch Reaktion mit Luftsauerstoff kann sich der Kunststoff verfärben, und die Polymerketten können sich zersetzen oder neu vernetzen.

Dies verhindert man durch Zugabe von Antioxidantien , welche die bei der Reaktion entstehenden freien Radikale abfangen Radikalkettenabbrecher , oder gleich die Bildung der Radikale verhindern Desaktivatoren. Lichtschutzmittel schützen gegen eine Schädigung durch ultraviolettes Licht. Doppelbindungen zwischen Kohlenstoffatomen sind in der Lage, Licht dieser Wellenlänge zu absorbieren, daher sind vor allem Kunststoffe durch UV-Licht gefährdet, die dieses Strukturelement aufweisen z.

Allerdings können aufgrund von Katalysatorrückständen, Strukturfehlern und Nebenreaktionen bei der Verarbeitung praktisch alle Polymere ein Absorptionsvermögen für UV-Strahlung zeigen. Es existieren grundsätzlich drei Wege eine Schädigung zu verhindern: Kunststoffe sind empfindlich gegenüber Wärmeeinwirkung.

Oberhalb einer für das Material charakteristischen Temperatur Zersetzungstemperatur setzt der Zerfall der molekularen Struktur ein. Wärmestabilisatoren sollen dies verhindern. Unerlässlich sind diese für Polyvinylchlorid, das sonst, unter Bildung von HCl und u. Organische Barium-, Zink-, Zinn-, und Cadmiumverbindungen und anorganische Bleisalze komplexieren diese und unterbrechen so den Zerfallmechanismus.

Flammschutzmittel verhindern entweder den Sauerstoffzutritt zum Brand oder stören die chemischen Reaktionen Radikalkettenmechanismen der Verbrennung. Die meisten Polymere sind in reiner Form farblos, farbig werden sie erst durch Zusatz von Farbmitteln. Man unterscheidet zwischen Farbstoffen lösen sich auf molekularer Ebene im Polymer oder adsorbieren an der Oberfläche und Pigmenten unlösliche, meist anorganische Aggregate.

Füllstoffe sind klassische Streckmittel, die so die Herstellung des Kunststoffs verbilligen. Wichtige Füllstoffe sind unter anderem: Die kunststofferzeugende Industrie ist ein wichtiger Zweig der chemischen Industrie. Die Kunststoffverarbeitung ist Gegenstand eines eigenständigen Industriezweiges. Dadurch können die Fertigungseinrichtungen sog. Werkzeuge mehrfach verwendet werden und erlauben so eine kostengünstige Fertigung. Es kommen eine Vielzahl von Verfahren zum Einsatz, die teilweise ihren Ursprung in der wesentlich älteren Metallbearbeitung haben und auf die Eigenschaften der Kunststoffe abgestimmt und weiterentwickelt wurden.

Andere Verfahren, wie das Extrudieren oder Blasformen sind nur für Kunststoffe gebräuchlich. Die Schäumverfahren haben wiederum ihren Ursprung bei den Kunststoffen, werden aber, wie z. Metallschaum , inzwischen auch für andere Werkstoffklassen verwendet. Sie lassen sich weiter in chemische, physikalische oder mechanische Treibverfahren untergliedern. Für alle diese Verfahren werden spezielle Maschinen und Werkzeuge benötigt, die der Kunststoffmaschinenbau zur Verfügung stellt.

Siehe auch die Liste der Kunststoffe. Polyethylen wird hauptsächlich in drei unterschiedlichen Qualitäten hergestellt: Diese können sich daher im Festkörper effizient anordnen, so dass ein kristallines Material entsteht, dessen Dichte höher ist als die von LD-PE beide weisen aber eine Dichte auf, die geringer ist als die von Wasser. Beide Varianten weisen so einen geringen kristallinen Anteil und einen hohen, bzw.

Das Material besitzt hervorragende filmbildende Eigenschaften und wird vor allem zur Herstellung von Verpackungsfolien für Zigarettenpäckchen, CDs, Bücher, Papiertaschentücher, etc, sowie Tragetaschen verwendet. Es handelt sich um einen sehr harten, festen und mechanisch belastbaren Kunststoff mit der geringsten Dichte aller Massenkunststoffe. Aufgrund dieser Eigenschaften hat es teilweise bereits Metallwerkstoffe verdrängt.

Ein erheblicher Teil des weltweit hergestellten Polypropylens wird für Lebensmittelverpackungen aufgewendet, weitere Anwendungsgebiete sind:. Polyvinylchlorid galt aufgrund des ungewöhnlich hohen Chloranteils, und der damit bei der Verbrennung entstehenden Nebenprodukte, lange Zeit als umweltschädlichster Kunststoff.

Zudem ist das zur Herstellung benötigte Vinylchlorid krebserregend. Inzwischen führt man jedoch den Chloranteil auch als positiven Aspekt an Einsparung von Rohöl. Man unterscheidet generell zwischen Hart-Polyvinylchlorid und durch Zusatz von Weichmachern hergestelltes Weich-Polyvinylchlorid. Es ist extrem schwer entflammbar, kann in der Hitze eines bestehenden Brandes allerdings Chlorwasserstoff und Dioxine freisetzen.

Aus diesem Grund wird es auch vor allem zur Herstellung von Abflussrohren und Fensterprofilen eingesetzt. Weich-PVC ist ein gummielastischer, lederähnlicher Thermoplast. Polystyrol wird überwiegend als amorpher Thermoplast hergestellt, durch neuere Entwicklungen gibt es aber mittlerweile auch kristallines Polystyrol, dieses hat aber geringere Bedeutung.

Beide Varianten zeichnen sich durch geringe Feuchtigkeitsaufnahme, gute Verarbeitbarkeit und sehr gute elektrische Eigenschaften aus. Sie unterscheiden sich in ihrer Schlagfestigkeit. Nachteile sind seine Neigung zur Spannungsrissbildung, die geringe Wärmebeständigkeit, Entflammbarkeit und seine Empfindlichkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln. Mittels Kohlenstoffdioxid bei der Polymerisation aufgeschäumtes Polystyrol wird unter anderem als Styropor vertrieben.

Die Eigenschaften von Polyurethanen können durch Wahl der Monomerkomponenten sehr stark variiert werden. Die bekannteste Anwendung dürften Polyurethanschaumstoffe sein. Auch hier können mittels der Wahl der Monomere die genauen Materialeigenschaften eingestellt werden. Polyethylenterephthalat ist ein Polyester aus Terephthalsäure und Ethylenglykol. Es kristallisiert sehr langsam, so dass man auch hier je nach Anwendungsbereich amorphes und teil-kristallines C-PET Material herstellen kann.

Da es transparent, aber leichter als Glas ist, wird es als Material für Getränkeflaschen und Verpackungen für Lebensmittel und Kosmetika verwendet.

Als einige Beispiele sind zu nennen:. Als Flüssigkristalline Polymere engl. Insofern stellt der Ausdruck "flüssigkristallin" eigentlich einen Widerspruch dar. So bilden beispielsweise aromatische Polyamide in Schwefelsäure in Verbindung mit Calcium- oder Lithiumchlorid derartige Phasen.

Aufgrund ihrer geringen Dichte setzt man sie, eingebettet in Kunstharze Composites im Flugzeug- und Fahrzeugbau ein. Kevlar, Nomex und Faser B. Kunststoffe gelten im Allgemeinen als hervorragende Isolatoren. Das liegt daran, dass Polymeren die Grundvoraussetzung für elektrische Leitfähigkeit, quasi freie Elektronen , völlig fehlt.

Durch Zugabe von Substanzen Dotierung , die entweder der Kette Elektronen zuführen Reduktion oder durch Entfernung Oxidation freie Stellen für die Elektronenbewegung schaffen, ist es möglich elektrisch leitende Polymere zu erzeugen.

So werden beispielsweise Polyacetylen und Poly p -phenylen elektrisch leitend, wenn man sie mit Brom , Iod oder Perchlorsäure dotiert. Weitere wichtige elektrisch leitende Polymere sind Polyanilin, dotiert mit Salzsäure und Polypyrrol aus anodischer Oxidation.

Anwendungen sind Materialien für Elektroden und Batterieelemente, sowie antistatische Beschichtungen. Das Ergebnis ist umso erstaunlicher, weil viele dieser gefährdeten Arten in den Untersuchungsgebieten als entweder nicht vorkommend, seit längerem verschollen oder ausgestorben gelten. Von insgesamt über Von diesen 49 Arten gelten 22 aktuell regional Bayern, Baden-Württemberg oder national als gefährdet. Daten der floristischen Kartierungen der jeweiligen Länder, die Rekonstruktion der Nutzungsgeschichte der Weiher sowie weitere noch nicht publizierte Ergebnisse von Sedimenten der Donau und des Rheins zeigen, dass die Samen von Pflanzen der Schlammböden nicht nur über mehrere Jahrzehnte, sondern auch über Jahre unter den Bedingungen eines überstauten Sediments überleben können.

Dies bedeutet, dass keimfähige Samen dieser Arten noch existieren, auch wenn diese selbst an den entsprechenden Standorten als verschollen oder ausgestorben gelten.

An extensive seed bank survey of fish ponds in Southern Germany. Weiterbildung und lebenslanges Lernen gelten heute als Patentrezept für den beruflichen Aufstieg. Ihr Ertrag für die Karriere ist jedoch geringer als gedacht. Berufsbegleitende Kurse und Lehrgänge ohne formalen Abschluss haben dagegen einen viel geringeren Effekt auf die Karriere.

Mehr als 90 Prozent dieser Kurse sind sogenannte non-formale Weiterbildung: Häufig werden die Lehrgänge von Arbeitgebern finanziert und sind auf die Bedürfnisse des Betriebs ausgerichtet. Formale Weiterbildung, die zum Beispiel zum Meister oder zum Abitur an einer Abendschule führt, macht nur etwa 3 Prozent der von Erwachsenen besuchten Kurse aus.

Für den Zeitraum von bis zeigen sie, wie sich Weiterbildung auf die Karriere auswirkt. Non-formale Weiterbildung hilft in erster Linie den Beschäftigten, ihre Kenntnisse an die betrieblichen Erfordernisse anzupassen und damit beschäftigungsfähig zu bleiben.

Sie sichert den Arbeitsplatz und beugt damit dem Abstieg vor. Der Aufstieg im Betrieb wie auch jede andere Form von beruflichen Wechseln wird durch die Teilnahme an diesen Kursen aber eher verhindert. Für die Arbeitsmarktpolitik bedeuten diese Ergebnisse, dass Konzepte, die stark auf die individuelle Verantwortung der Beschäftigten für den Aufstieg durch Weiterbildung setzen, zu kurz greifen. Es bringt wenig, gering bezahlten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu raten, ihre Einkommenssituation durch mehr non-formale Kurse zu ändern - auch wenn Weiterbildung für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und das Verhindern von beruflichen Abstiegen wichtig ist.

Darüber hinaus bekommen gerade die Schwächsten im Betrieb selten die Möglichkeit zur Teilnahme. Um Ungleichheit zu begrenzen und niedrig qualifizierte Beschäftigte zu fördern, müssen daher innerbetriebliche Prozesse in den Blick genommen werden. Betriebsräte und Gewerkschaften könnten beispielsweise noch stärker auf die Einrichtung einer inklusiven Weiterbildungs- und Karriereplanung am Arbeitsplatz hinwirken.

Ansätze zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Non-formale berufliche Weiterbildung und Arbeitsmarktmobilität in Deutschland. Ein Gewerbegebiet ohne Abfall, Abwasser und Abluft: Genau das soll im südbadischen Rheinfelden Wirklichkeit werden. Es ist ein ungewöhnlicher Anblick: Linkerhand überragt ein neobarocker Kirchturm die Kantine. Industrie- und Gewerbegebiete liegen in der südbadischen Stadt in unmittelbarer Nähe zu Wohnsiedlungen. Einerseits ist das historisch bedingt: Als das Laufwasserkraftwerk in Betrieb ging, siedelte sich rasch Industrie an und es entstanden Arbeitersiedlungen.

Andererseits liegt es an der geographischen Lage der Stadt: Wichtig sind auch die kurzen Wege zwischen Wohn- und Industriegebieten. Abwärme wird ins Netz eingespeist und dient dazu, Schulen und Wohnungen im Stadtgebiet zu beheizen. Kasten in Industriegebieten planen oder bereits umsetzen.

Dazu riefen die Forscher einen Wettbewerb aus. Bewerbungen aus elf baden-württembergischen Kommunen gingen bis Ende Juni ein, drei schafften es in die engere Wahl: Um die bestmögliche Wahl zu treffen, machten sich die Wissenschaftler im Sommer vor Ort ein Bild und loteten in Gesprächsrunden mit Gemeinde- und Unternehmensvertretern aus, was dort auf den fünf Handlungsfeldern der UItraeffizienzfabrik geplant und bereits umgesetzt ist.

Bis März soll das Konzept stehen Das verdichtete Stadtbild, die Stoff- und Energiekreisläufe und die Bemühungen, Emissionen zu vermeiden sowie das Leben und Arbeiten in Rheinfelden attraktiv zu gestalten - all das bewog das Umweltministerium und die Forscher letztlich dazu, der Stadt Rheinfelden Baden den Zuschlag zu geben.

Industrie und urbanes Leben sind so kein Widerspruch. Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt freut sich über die Auszeichnung.

März legen die Wissenschaftler um Bogdanov ein ganzheitliches Ultraeffizienzkonzept für die Industrieansiedlungen am östlichen Stadtrand und das Gewerbegebiet im Stadtteil Herten vor. Dabei arbeiten sie eng mit den ansässigen Unternehmen, der Stadtverwaltung sowie den zuständigen Fabrik- und Stadtplanern zusammen. Enthalten sind darin neben konkreten Handlungsempfehlungen auch eine detaillierte, ganzheitliche Analyse von Symbiose-Effekten zum urbanen Umfeld sowie ein Geschäftsmodell für eine Standortbetreibergesellschaft nach der Vision der Ultraeffizienzfabrik.

Die fünf Handlungsfelder der Ultraeffizienzfabrik 1. Abfall, Abwasser, Abluft und Lärm möglichst komplett vermeiden 4. Arbeitswege kurz halten, flexible, kooperative Arbeitszeitmodelle etablieren, soziale Einrichtungen in Gewerbegebiete integrieren 5. Dienstleistungen und Einrichtungen überbetrieblich gemeinsam nutzen, innovative Geschäftsmodelle an der Schnittstelle zum urbanen Umfeld Wissenschaftliche Ansprechpartner: Medizin - Kommunikation Medizinkommunikation Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.

Die verschmutzte Luft reizt die Atemwege. Besonders stark werden dadurch kleine Kinder, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen, vor allem der Lunge und des Herzkreislaufsystems, belastet. Am letzten Neujahrsmorgen wurde dieser Grenzwert an 32 Stationen um ein Vielfaches überschritten. Wie schnell die Feinstaubbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk abklingt, hängt vor allem von den Wetterverhältnissen ab.

Wie sehr Feinstaub und andere Luftschadstoffe die Gesundheit belasten, ist durch viele internationale Studien gut belegt. Langfristig schadet die schmutzige Luft nicht nur der Lunge, sondern auch dem Herz-Kreislauf-System, dem Stoffwechsel und beeinträchtigt sogar die Entwicklung von Föten im Mutterleib. Kleine Kinder, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen leiden an den ersten Tagen im neuen Jahr besonders häufig unter Husten und Atembeschwerden und müssen vermehrt mit akuten Problemen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Schutzmöglichkeiten gibt es für diese Patientengruppen kaum, da die gängigen Atemschutzmasken die gefährlichen Partikel nur unzureichend herausfiltern können. Zumindest aus Rücksichtnahme auf weniger gesunde Mitmenschen, sollte man den privaten Gebrauch überdenken.

Viele von ihnen behalten bleibende Schäden an Augen, Ohren oder Händen. Nicht zuletzt hinterlassen die Knallkörper am Neujahrsmorgen auch riesige Müllerberge, die aufwändig und teuer entsorgt werden müssen. Luftschadstoffe und Gesundheit, Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin https: Mütter in Deutschland arbeiten heute deutlich länger als noch vor sechs Jahren- ganz besonders Mütter von Klein- und Kleinstkindern.

Dabei leben Frauen und Männer weiter in unterschiedlichen Arbeitszeitrealitäten: Teilzeit gilt trotz der Nachteile für die Altersabsicherung inzwischen als Blaupause für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - wird aber vor allem von Müttern, sehr viel seltener von Vätern gewählt.

Die der Männer haben sich leicht verringert, während Frauen heute länger - aber vor allem Teilzeit - einem Beruf nachgehen. Im EU-Vergleich haben die deutschen Frauen die zweitkürzesten Arbeitszeiten - bei einer überdurchschnittlich hohen Erwerbstätigenquote.

Trotzdem sind Mütter in Deutschland deutlich schlechter in den Arbeitsmarkt eingebunden als Frauen ohne Kinder. Auf Seiten der Männer habe sich kaum etwas getan. Dabei sollen mehrere hundert Publikationen aus verschiedenen Themenbereichen wie Meteorologie, Hydrologie, Meereskunde, Biologie und Biogeochemie, ausgewertet und zusammengefasst werden.

Wir wollen diesen Prozess abkürzen und neue Ergebnisse, auch solche die von früheren abweichen, einordnen und zusammenfassen", so Dr. Baltic Earth ist als Expertennetzwerk von Anfang an beteiligt, damit die Aussagen strengen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen", sagt Prof. Zwei technische Beiträge beschäftigen sich mit dem aktuellen Stand der neuesten Klima-Beobachtungsmethoden einerseits, und der gekoppelten Klimamodellierung andererseits.

Ende sollen diese vom Baltic Earth Sekretariat koordinierten und von externen Gutachtern geprüften Berichte als Sammelband vorliegen. Darmbakterien stellen die Substanz aus natürlichen Ballaststoffen her. Sie beruhigt jene Immunzellen, die den Blutdruck in die Höhe treiben. Doch unser Wohlbefinden hängt auch stark davon ab, was die bakteriellen Gäste unseres Verdauungstrakts zu sich nehmen. Denn die Darmflora hilft, Nahrung zu verwerten und stellt essentielle Mikronährstoffe her, darunter Vitamine.

Aus den Ballaststoffen in der Nahrung stellen nützliche Darmkeime unter anderem eine Fettsäure namens Propionsäure her.

Sie schützt vor den schädlichen Folgen von Bluthochdruck. Ihre Studie erschien vorab online im Fachjournal Circulation. Insbesondere jene T-Helferzellen, die entzündliche Prozesse befeuern und Bluthochdruck mitverursachen, würden so beruhigt. Dies wirkt sich unmittelbar etwa auf die Leistungsfähigkeit des Herzens aus. So konnte das Forschungsteam bei 70 Prozent der unbehandelten Mäuse durch einen gezielten elektrischen Reiz Herzrhythmusstörungen auslösen. Durch die Behandlung mit der Fettsäure war lediglich ein Fünftel Tiere dafür anfällig.

Weitere Untersuchungen mit Ultraschall, Gewebeschnitten oder Einzelzellanalysen zeigten, dass Propionsäure auch blutdruckbedingte Schäden am Herz-Kreislauf-System der Tiere verminderte und ihre Überlebensrate wesentlich steigerte.

Schalteten die Forscherinnen und Forscher jedoch einen bestimmten Subtyp der T-Zellen, die sogenannten regulatorischen T-Zellen, im Körper der Mäuse aus, verschwanden die positiven Effekte der Propionsäure.

Die Immunzellen sind also für den heilsamen Effekt der Substanz unabdingbar. An einem zweiten Tiermodell aus der Forschungsgruppe von Priv. Kurzkettige Fettsäure als Medikament Die Ergebnisse erklären, warum eine ballaststoffreiche Diät Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugt, wie sie Ernährungsgesellschaften schon seit vielen Jahren empfehlen.

Unter anderem daraus stellen Darmbakterien nützliche Moleküle her, wie die kurzkettige Fettsäure Propionsäure, deren Rückgrat aus nur drei Kohlenstoffatomen besteht. Durch die Studie ergäben sich nun neue Wege in der Therapie von Herzkreislaufkranken. Im Klinikalltag muss sich Propionsäure noch bewähren. Daher möchte das Forschungsteam nun menschlichen Probanden untersuchen und so seine Erkenntnisse bestätigen. Dass die Propionsäure sicher für den menschlichen Konsum ist und überdies kostengünstig herstellbar, steht bereits fest: Die Substanz wird seit Jahrhunderten benutzt, etwa als Konservierungsmittel.

Sie ist als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Hendrik Bartolomaeus, Dominik N. The MDC's mission is to study molecular mechanisms in order to understand the origins of disease and thus be able to diagnose, prevent and fight it better and more effectively. More than 1, staff and guests from nearly 60 countries work at the MDC, just under 1, of them in scientific research. Hendrik Bartolomaeus et al.

Es stellte sich auch heraus, dass die Meldung von Fuchsbeobachtungen mit dem Ausbildungsgrad der Bevölkerung zusammenhing. Urbane Lebensräume gewinnen immer mehr an Bedeutung für diverse Wildtierarten. So wurden auch Füchse in den letzten Jahren zu erfolgreichen Bewohnern von Stadtgebieten.

Für Wien wurde nun erstmals im deutschsprachigen Raum eine Analyse von Fuchsbeobachtungen erstellt. Begegnungen mit Füchsen wurden aus allen Wiener Bezirken und zu jeder Tageszeit gemeldet. Diese Informationslücke konnte nun mit Hilfe eines Citizen-Science Ansatzes, bei dem die Wiener Bevölkerung Fuchsbeobachtungen auch aus Privatgärten meldete, geschlossen werden.

Die Analyse der Beobachtungen zeigte: Zur Beobachtung gehören immer zwei: Fuchs und Mensch Da für Beobachtungen immer das Aufeinandertreffen von Wildtier und Mensch notwendig ist, wollten die Forschenden auch die menschliche Seite der Beobachtungen unter die Lupe nehmen. Im Rahmen der Analyse von soziodemographischen Kennzahlen der Wiener Bevölkerung zeigte sich, dass unter anderem der Ausbildungsgrad der Bevölkerung einen Einfluss auf die Meldung von Fuchsbeobachtungen hatte.

Umso mehr Menschen mit höherer Ausbildung in einem Bezirk lebten, umso mehr Fuchsbeobachtungen wurden gemeldet. Dieses Ergebnis ist für viele Citizen Science Projekte relevant, vor allem wenn Forschende verstehen wollen, wie Beobachtungsdaten entstehen und welchen räumlichen Einfluss soziodemographische Faktoren auf die Verteilung der analysierten Meldungen haben.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Ergebnisse sieht Theresa Walter im städtischen Wildtiermanagement: Ihr Hauptaugenmerk gilt den Forschungsbereichen Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit, Tierhaltung und Tierschutz sowie den biomedizinischen Grundlagen.

Die Vetmeduni Vienna beschäftigt 1. Der Campus in Wien Floridsdorf verfügt über fünf Universitätskliniken und zahlreiche Forschungseinrichtungen.

Die Vetmeduni Vienna spielt in der globalen Top-Liga mit: Der Artikel "Fox sightings in a city are related to certain land use classes and sociodemographics: Immer bessere Hardware und dazu passende Apps helfen Landwirten, Lohnunternehmern und Maschinenringen bei der Erfüllung von Dokumentationspflichten, steigern die Arbeitseffizienz, erleichtern und verbessern die Zusammenarbeit, tragen zur Ressourcenschonung bei und erhöhen die Wirtschaftlichkeit.

Bei diesem Zwischenreview am Doch wie soll der Endkunde mit dieser Datenernte umgehen? Wo und wie soll man die Daten speichern, damit sie bei Bedarf schnell verfügbar, mit Geschäftspartnern austauschbar und dennoch vor fremden Zugriffen geschützt sind? Wie kann man Maschinendaten unterschiedlicher Hersteller nutzen und Kompatibilitätsprobleme lösen? Welche Daten müssen dauerhaft gespeichert und welche können nach bestimmten Fristen gelöscht werden? Das Projekt hat ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 4 Mio.

Euro und wird mit Mitteln in Höhe von rund 2 Mio. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Voraussichtlich ab Mitte können diese Nutzer dann das neue System einsetzen und ihre Daten nicht nur verwalten, sondern vielfältig nutzen. Das System lässt sich gut mit einem für jeden Endkunden individualisierten Hochregallager vergleichen, in dem maschinell Daten ein- und ausgelagert sowie kommissioniert werden können. Dabei geht es im Kern um Wissensmanagement für die Landwirtschaft. Wissen ist das Produkt aus Information und langjähriger Erfahrung.

Die Verfügbarkeit von Wissen spielt in moderner Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle. SDSD ist das perfekte Werkzeug dafür. Das System funktioniert zunächst als Speicherdienst, der dem Nutzer nicht nur die volle Kontrolle über seine Daten, z. Dieser Prozess nennt sich semantische Annotation. Die Originaldateien bleiben immer erhalten. Die Datenspeicherung erfolgt zugriffsgeschützt nach Nutzervorgaben auf gesicherten und gespiegelten Servern.

Mit den konvertierten und durch den Annotationsdienst optimierten Smarten Daten können weitere Aufgaben Smarte Dienste erledigt werden, die mit unbehandelten Daten nicht zu bewältigen wären. Von da kann er sie jederzeit laden sowie neue Anwendungen damit planen und durchführen. Alle Entscheidungen, die der Landwirt aus seinem ureigenen Wissen ableitet, kann er jetzt speichern, für neue Entscheidungen heranziehen und jederzeit festlegen, welches Wissen er mit wem teilen möchte, sei es als Gesamtpaket für die nächste Generation oder als kleines Datenpaket zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Lohnunternehmer oder Maschinenring.

Mit jedem Wirtschaftsjahr wächst das Wissen. Die Datenbasis liegt immer zentral vor und wird als Entscheidungshilfe immer besser. Das Datenmanagement erleichtert den Beteiligten nicht nur viele Arbeitsgänge, es schafft auch Mehrwert, weil es den bestmöglichen Nutzen aus der Verknüpfung von Daten erzeugt.

Die Software kann wechseln, die Daten stehen immer zur Verfügung, denn nach der Nutzung wandern sie wieder in das virtuelle Hochregallager des Nutzers. Das System kann an zukünftige Datenformate angepasst werden und damit buchstäblich mit seinen Aufgaben wachsen. Die Konsortialpartner demonstrierten dies exemplarisch am Beispiel der Düngemittelausbringung auf dem Feld: Der Landwirt erstellt zunächst eine Applikationskarte mit den Grenzliniendaten seiner Felder und der jeweiligen Düngemenge.

Diese Daten überträgt er via agrirouter an seine Maschinen oder die Maschinen der beauftragten Lohnunternehmen. Dort werden die Daten analysiert, inhaltlich aufbereitet strukturierte Datenbank mit formalisierten Attributen und Werten und gespeichert.

Ansprechpartner für weitere Auskünfte: Weitere Fotos auf Anfrage an uk-kl dfki. Die Aufbereitung von Rohbiogas ist technisch sehr aufwändig. Gespeichert im Erdgasnetz kann das Biomethan zeit- und ortsunabhängig in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommen und ist damit eine Flexibilitätsoption im erneuerbaren Energiesystem.

Die sogenannte Gaswäsche ist das derzeit am weitesten verbreitete Verfahren für die Aufbereitung von Rohbiogas. Ionische Flüssigkeiten sind Salzlösungen. Dies machen sich die Wissenschaftler zu Nutze: Externe Wärme benötigt der Regenerationsprozess nicht mehr. Von der Waschküche im Labor auf die reale Biogasanlage Im Labor identifizierten die Wissenschaftler vielversprechende ionische Flüssigkeiten, die sie dann stofflich charakterisierten und umfangreichen Tests unterzogen.

Im Laborbetrieb konnte die Machbarkeit des Konzeptes nachgewiesen werden. Abtrennung von Stoffen dienen und neue Prozessführungen noch vieles verbessert werden kann. Das Verfahren eignet sich nicht nur für den Aufbereitungsprozess in Biogasanlagen, sondern kann auch in anderen Industrieprozessen zum Einsatz kommen.

Die Forscher planen derzeit ein umfangreiches Demonstrationsprojekt, das mit Fördermitteln der EU finanziert werden soll. Aus dem Abgas eines Zementwerks soll das CO2 auf Basis des entwickelten Verfahrens abgeschieden werden - eine Möglichkeit, Treibhausgase zu minimieren.

Diana Pfeiffer - Projektkoordination Telefon: Felix Ortloff - Direkter Ansprechpartner Telefon: Characterization of functionalized ionic liquids for a new quasi-isothermal chemical biogas upgrading process.

Separation and Purification Technology, , Eigentlich profitiert die Natur vom Klimaschutz, für den die Bioenergie lange als Heilsbringer galt. Der vermeintliche Vorteil eines solchen Klimaschutzes käme daher den Arten nicht zugute. Damit die Globaltemperatur bis um nicht mehr als 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitraum steigt, muss die Menge an CO2, die rund um den Globus in die Luft geblasen wird, deutlich sinken.

Eine Begrenzung des Klimawandels nützt auch der Natur, denn er ist einer der Ursachen für das Artensterben. Doch damit - legt man das Augenmerk auf die biologische Vielfalt - ersetzt man wohl ein Übel durch ein anderes. Damit schaden wir der biologischen Vielfalt, die in diesen Gebieten bisher zuhause ist, gravierend. Die negativen Auswirkungen des Klimawandels, die mit maximaler Bioenergie-Nutzung verhindert werden könnten, werden diese Verluste nicht wettmachen", so Dr.

Unter Wissenschaftlerlnnen ist Bioenergie schon länger umstritten und war bisher Gegenstand von Einzelstudien. Hof und sein Team haben erstmals global untersucht, wie Amphibien, Vögel und Säugetiere den Klima- und den Landnutzungswandel bis zu spüren bekommen. Dabei haben sie zwei Szenarien miteinander verglichen: Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sind also vergleichbar. Unterschiedlich ist nur, auf wessen Konto sie gehen", erklärt Dr. Darüber hinaus gibt es Gebiete, in denen Wirbeltieren von Energiepflanzen-Plantagen der Platz streitig gemacht wird und ihnen gleichzeitig die höhere Temperatur zu schaffen machen wird.

Das Abbremsen des Klimawandels durch den Einsatz von Bioenergie-Pflanzen schadet zudem wahrscheinlich deutlich mehr Wirbeltierarten mit kleinem Verbreitungsgebiet, als ein Temperaturanstieg um 3 Grad. Solche Wirbeltierarten - vor allem Amphibien - leben mehrheitlich in den Tropen und Neotropen. An diesen Orten jedoch werden Plantagen für Bioenergie-Pflanzen am meisten zunehmen. Für Hof und sein Team lässt die Studie nur einen Schluss zu: Wie unsere Studie zeigt, ist die Bioenergie und die massive Ausweitung der Anbauflächen hierfür aber der falsche Weg.

Wir müssen stattdessen stärker daran arbeiten, Energie einzusparen. Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr Jahren. Mehr Informationen unter www. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Bioenergy cropland expansion may offset positive effects of climate mitigation for global vertebrate diversity. Klärschlamm enthält viele wichtige Wertstoffe, die bislang nicht optimal verwertet werden.

Die so zurückgewonnenen Wertstoffe lassen sich im Sinne einer nachhaltigen, umweltschonenden und wirtschaftlichen Kreislaufführung wiederverwerten. Klärschlamm ist ein heterogenes Gemisch, das sich hauptsächlich aus Wasser, organischen Substanzen, Stickstoff- und Phosphorverbindungen zusammensetzt.

Alleine in Deutschland belief sich das Aufkommen in industriellen und kommunalen Kläranlagen im Jahr auf gut 1,8 Mio t [1]. Bislang werden die Klärschlämme vor allem landwirtschaftlich verwertet oder verbrannt. Die novellierte Klärschlammverordnung richtet die Klärschlammverwertung neu aus und verlangt, dass aus den Schlämmen mittelfristig Phosphor zurückgewonnen wird.

Im Mittelpunkt steht eine neuartige und patentierte Ultraschall-Kavitations-Einheit. Ein spezieller Ultraschallgeber bewirkt, dass durch den ständigen Druckwechsel im Klärschlamm unzählige winzige Blasen entstehen - ein Effekt, der auch als Kavitation bezeichnet wird. Im Ergebnis soll das neue Verfahren cellulosereiche Fasern, ein nährstoffreiches Gel sowie eine leicht vergärbare Flüssigkeit liefern, die jeweils für weitere Nutzungen verwendet werden können.

Insbesondere die Rückgewinnung von Phosphor, der seitens der EU-Kommission als kritischer Rohstoff eingestuft wird, spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Verfahrensoptimierung Die Projektteilnehmer wollen das neue Verfahren in einer mobilen Pilotanlage testen. Auch Chargen von Irbesartan Heumann mg werden aktuell zurückgerufen. Auf der Pressekonferenz der Deutschen Hochdruckliga, die morgen in Berlin stattfindet, ist die Organisation von Rückrufen ein Thema, auch die Frage, wie mit den Betroffenen kommuniziert wird und welche Therapiealternativen ihnen bleiben. Helmut Geiger, Frankfurt, Tagungspräsident des Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga e.

In der Praxis ein Problem! Leberschädigend, fortpflanzungsschädigend und potenziell krebserzeugend - per- und polyfluorierte Chemikalien, oder abgekürzt PFCs, sind giftig. Julian Bosch von der Intrapore GmbH.

Zur Lösung des Problems schlägt das Forschungsteam einen neuen Weg ein. Angefangen bei der Erstellung und Konfiguration der grundlegenden Partikel bis zur Entwicklung eines umfassenden Testprogramms zur Leistungsfähigkeit, Langzeitwirkung und Unbedenklichkeit des Materials.

Es wird mit rund 1,2 Mio. Wo beginnt gefährlicher Bluthochdruck? Auf diese Frage geben Ärzteorganisationen unterschiedliche Antworten. Ein Team um Prof. Das zeigt, dass viele trotz Diagnose ihren Lebensstil nicht umstellen. Gefährliche Depressionen Während Menschen mit gefährlichem Bluthochdruck grundsätzlich seltener depressiv waren als andere, lag der Wert bei einer Teilmenge deutlich höher: Bei rund der Hälfte derjenigen, die wegen des gefährlichen Bluthochdrucks Medikamente nahmen, wurden depressive Stimmungslagen festgestellt.

Das war nur bei etwa einem Drittel der Nicht-Behandelten der Fall. European Heart Journal Arbeitsgruppe an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie https: Leere Eigenheime, Wohlstandsgefälle, soziale Isolation: Der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge der er und er Jahre ab hat im schlimmsten Fall gravierende Auswirkungen auf das kommunale Leben.

Im besten Fall birgt der Ruhestand der Babyboomer aber ein immenses Potenzial an politisch und gesellschaftlich Engagierten. Um über den Übergang der Babyboomer in den Ruhestand zu beraten und Lösungen aus der internationalen Praxis zu diskutieren, bringt das Körber Demografie-Symposium am Wer sind die Babyboomer? Wie ist ihre sozioökonomische Situation? Und was bedeutet die Veränderung ihrer Lebenssituation für deutsche Kommunen? Der Ruhestand der Babyboomer gefährdet den Wohlstand ihrer Heimatregionen.

Die Babyboomer gestalten auch künftig das Zusammenleben in der Kommune mit - aber zu ihren Bedingungen. Viele Eigenheimen droht der Leerstand. Viele Babyboomer werden ohne eine Familie altern, ihnen droht im Alter soziale Isolation. Allerdings gibt es sowohl in Deutschland als auch international gute Beispiele für Lösungen und Vorbilder von Menschen und Organisationen, die den Wandel annehmen und als Chance begreifen.

Die Babyboomer gehen in Rente. Was das für die Kommunen bedeutet. Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern Innovation, Internationale Verständigung und Lebendige Bürgergesellschaft.

Körber ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute von ihren Standorten Hamburg und Berlin aus national und international aktiv. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger Thinktank, der sich mit Fragen regionaler und globaler demografischer Veränderungen beschäftigt. Das Institut wurde als gemeinnützige Stiftung gegründet und hat die Aufgabe, das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern, neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.

Das Berlin-Institut erstellt Studien, Diskussions- und Hintergrundpapiere und bereitet wissenschaft-liche Informationen für den politischen Entscheidungsprozess auf. Untersuchung im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt, dass verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wichtigen Beitrag zu erfolgreichem Strukturwandel in deutschen Braunkohlerevieren leisten kann.

Der geplante Kohleausstieg bewegt das Land und die Gemüter. Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt, wie die deutschen Kohlereviere auch zukünftig als wichtige Player in der Energiewirtschaft in Deutschland mitspielen können.

Diese Anlagen könnten schrittweise in den Regionen aufgebaut werden und freiwerdende Netzkapazität ersetzen, während die Kohleverstromung heruntergefahren wird. Wenn die Akteure vor Ort dafür zusammen mit den betroffenen Bundesländern und dem Bund an einem Strang ziehen, können nennenswerte Wertschöpfung und Beschäftigung entstehen.

Hier wird es wichtig sein, weitere Vorstellungen der Flächennutzung einzubeziehen und mögliche Unterstützer zu finden, um die insbesondere in der Lausitz erheblichen Beschäftigungspotenziale auch nutzen zu können.

Etwa seien Sonderausschreibungen erforderlich, um die Anlagen gezielt in die Regionen zu bekommen. Damit die Reviere ökonomisch davon profitieren, sind darüber hinaus nennenswerte Beteiligungen von Kommunen, Unternehmen und Bürgern vor Ort erforderlich. Bei einem ambitionierten Ausbau von Windenergie und Photovoltaik können beispielsweise allein in diesem Bereich rund eintausend Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen.

Darin sind noch keine Effekte aus der Anlagenproduktion enthalten, in der heute bereits mehr als eintausend Menschen beschäftigt sind. Mitwirkung von folgenden Forschungs- und Beratungsorganisationen: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie pressestelle bmwi. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung.

Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche Grundförderung. Die ATI hemmen die Verdauungsenzyme alpha-Amylase und Trypsin von Insekten sowie Menschen und sind zudem aufgrund ihrer besonderen Molekülstruktur selbst schwer verdaulich.

Wie neuere Untersuchungen darüber hinaus zeigen, stimulieren sie dosisabhängig die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe und so das angeborene Immunsystem. Medizinische Daten weisen darauf hin, dass die Enzym-Inhibitoren nicht nur Darmbeschwerden verursachen.

Auch Benommenheit, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen und depressive Verstimmungen gehören zu den beschriebenen Symptomen. Nicht zuletzt sind die Inhibitoren als Auslöser für Weizenallergien bekannt. Was beeinflusst den ATI-Gehalt? Wie hoch der Gehalt der Enzym-Inhibitoren im jeweiligen Getreide ist, ist zum einen durch das Erbgut der Pflanze und zum anderen durch Umwelteinflüsse bestimmt. Aussagekräftige Studien, die den ATI-Gehalt verschiedener Weizenarten und -sorten direkt miteinander verglichen haben, fehlten jedoch bislang.

Jeweils acht Sorten pro Weizenart. Das Besondere ist, dass alle untersuchten Getreide unter den gleichen geografischen und klimatischen Bedingungen gewachsen sind", erklärt Erstautorin Sabrina Geisslitz vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie. Alle gemessenen Unterschiede seien daher hauptsächlich auf Unterschiede im Erbgut der Pflanzen zurückzuführen und hätten so einen direkten Vergleich der Weizenarten bzw.

Das Wissenschaftlerteam untersuchte alle Getreide-Proben mithilfe modernster Analysetechniken. Einkorn, die bessere Wahl? Das Wissenschaftlerteam ist sich einig, dass noch sehr viel Forschungsbedarf besteht - nicht nur in medizinischer Hinsicht. So müsse man auch untersuchen, inwieweit die Auswahl der Getreidesorten oder Verarbeitungsmethoden dazu beitragen könnten, die Verträglichkeit von Getreideprodukten wie Brot zu verbessern.

Forschungsprojekt der Forschungsvereinigung Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. Wie Abwasser in China ressourceneffizienter aufbereitet werden kann, ist Thema eines neuen deutsch-chinesischen Forschungsvorhabens.

Dabei geht es unter anderem darum, wie Phosphor aus Abwasser gewonnen werden kann und um neue Verfahren, die das Wasser energieschonender reinigen. Weltweit steht die Abwasserentsorgung vor einem Paradigmenwechsel. Hinzu kommt, dass organische Abfallstoffe und Klärschlamm für die Produktion von Biogas Verwendung finden sollen. In Deutschland gibt es hierzu schon eine Reihe von Verfahren.

Darüber hinaus wird das internationale Team für zwei chinesische Kläranlagen Konzepte entwickeln, um deren Energieeffizienz zu steigern, die Ablaufqualität des Wassers zu verbessern - vor allem hinsichtlich der Nährstoffe Stickstoff und Phosphor - und Phosphor aus Abwasser zurückzugewinnen.

Ferner zielt das Vorhaben darauf ab, die Aufgaben einer Kläranlage zu erweitern. Dabei spiele auch die Unterstützung und Akzeptanz der Bevölkerung eine Rolle. Insgesamt streben die Beteiligten an, geschlossene Stoffkreisläufe zu entwickeln und dabei dank der sehr guten Reinigungsleistung der Kläranlagen die strengen Grenzwerte in China einzuhalten. Die Koordination des Projekts liegt bei Professorin Steinmetz.

Neben der TUK sind als deutsche Partner beteiligt: Es ist im September gestartet. Die hochwirksame Waffe Antibiotikum hat für Jahrzehnte erfolgreich bakterielle Infektionen bekämpft, doch jetzt verliert sie ihre Kraft. Neue Behandlungsmethoden müssen dringend entwickelt werden. Münchner Studierendenteam entwickelt neues Herstellungsverfahren für Viren gegen Bakterien Bakterien, die gegen bekannte Antibiotika resistent werden, nehmen zu. Diese Meldung im Web: Sie identifizierten wichtige Enzyme im Stoffwechsel von Staphylococcen.

Gelänge es, diese Enzyme gezielt auszuschalten, könnte man die Krankheitserreger aushungern. Hohe Enterotoxinproduktion macht multiresistente Keime gefährlicher Die Bakterienart Staphylococcus aureus kann zahlreiche Erkrankungen wie Hautinfektionen, Lungenentzündung oder Blutvergiftung verursachen.

Ein Problem sind die starken Immunreaktionen, die die Bakterien auslösen. Sie verringern die Menge an Zellen, die Immunreaktionen eigentlich bremsen können. Multiresistente Keime, die viel Enterotoxin produzieren, macht das noch gefährlicher. Mining the cellular inventory of pyridoxal phosphate-dependent enzymes with functionalized cofactor mimics, Nature Chemistry, Oct.

Das Zentrum bündelt qualitätsgeprüfte Information von über 7. Die BfG betreibt damit die umfangreichste Sammlung von Abflussdaten weltweit. Die Daten dienen auch zur Erkennung von Klimaveränderungen, der verbesserten Nutzung der weltweiten Wasserressourcen sowie der Planung von Wasserbauwerken und der Kalibrierung von Erdbeobachtungssatelliten. Das macht die Daten für Wissenschaft und anwendungsorientierte hydrologische und klimatologische Studien besonders wertvoll.

Das Weltdatenzentrum verwaltet Zeitreihen von täglichen und monatlichen Abflusswerten, die an rund Insgesamt umfasst die Datenbank Messwerte aus rund Die frühesten Daten sind über Jahre alt und stammen aus dem Jahr Eine weitere Aufgabe des Datenzentrums ist die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung internationaler Standards zum hydrologischen Datenaustausch, Datenstrukturen und Metadaten.

Birgit Esser, Leiterin der BfG. Es besteht ein wachsender Bedarf nach umfangreichen und aktuelleren Datenbeständen, um die globalen, regionalen und lokalen hydrologischen und umweltbezogenen Fragestellungen zu adressieren. Das GRDC wird damit auch in den kommenden Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur globalen Klimaforschung und als Datenlieferant für die internationale Forschungsgemeinschaft leisten. Ansprechpartner für fachliche Informationen: Der Zellverband Tier haut oder Fell wurde durch Gerben stabilisiert, damit vor dem raschen Verwesen geschützt und so zu haltbarem Leder.

Birken lieferten den ersten Kunststoff der Menschheitsgeschichte, das aus Birkenrinde durch Trockendestillation gewonnene Birkenpech , das sowohl Neandertalern als auch dem steinzeitlichen Homo sapiens als Klebstoff bei der Herstellung von Werkzeugen diente. In Mesopotamien wurden Wasserbecken und Kanäle mit natürlichem Asphalt abgedichtet. Ebenso wurden dort bestimmte Baumharze als Gummi Arabicum eingesetzt und nach Europa exportiert. Im Mittelalter wurde Tierhorn durch bestimmte Verfahrensschritte in einen plastisch verformbaren Stoff verwandelt.

Bereits um wurde im Hause der Fugger nach einem Rezept des bayerischen Benediktinermönches Wolfgang Seidel [3] transparentes Kunsthorn aus Ziegenkäse gefertigt und vertrieben. Jahrhundert brachten Naturforscher aus milchigen Baumsäften gewonnene, elastische Massen Kautschuk aus Malaysia und Brasilien mit. Für diese wurde in Deutschland der Begriff Gummi eingeführt. Seit Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich eine rasch wachsende Gummi-Industrie.

Charles Goodyear fertigte aus dem neuen Material zunächst Gummihandschuhe. Die Entwicklung des Zelluloids ist mehreren Chemikern zu verdanken. Linoleum wurde von Frederic Walton erfunden. Es wurde aus Leinöl , Sikkativen und Harzen durch Lufteinblasung gewonnen.

Adolf von Baeyer beschrieb die Polykondensation von Phenol und Formaldehyd. Der belgische Chemiker Leo Hendrik Baekeland untersuchte die Wirkung von Säure und Alkali bei dieser Reaktion und entwickelte ein Verfahren seit in die technische Produktion zur Herstellung und Weiterverarbeitung eines Phenolharzes.

Dank seiner Eignung als elektrischer Isolator wurde er unter anderem in der aufstrebenden Elektroindustrie eingesetzt. Der Kunststoff ähnelt stark dem tierischen Horn oder Elfenbein. Das Kunsthorn wird aus Kasein und Formaldehydlösung hergestellt. Die ersten vollsynthetischen Reifen aus Isoprenkautschuk wurden hergestellt. Im Jahr untersuchte H. Stobbe die Polymerisationsreaktion von Styrol detailliert. Erst zwanzig Jahre später wurde diese Entdeckung genutzt.

Aber erst im Jahr fand er die für die Polymerisation besser geeigneten Methacrylsäuremethylester. Bis Ende des Jahrhunderts war wenig über die genauen Strukturen polymerer Materialien bekannt. Fälschlicherweise bestand die Meinung, dass es sich um kolloidale Strukturen handele. Die Arbeiten Staudingers ermöglichten der chemischen Industrie nun, basierend auf gesicherten naturwissenschaftlichen Grundlagen, eine rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Polymerchemie.

Die von ihm gegründete gleichnamige Zeitschrift erschien erstmals Erst zwanzig Jahre später entwickelte Karl Ziegler ein Verfahren, das mit Katalysatoren aus Aluminiumalkylen und Titantetrachlorid die Polymerisation von Ethen zu Polyethylen schon bei Raumtemperatur erlaubt. Kunststoffe aus Polyestern wurden schon sehr früh angedacht Berzelius, Erst sieben Jahre später war die neue Kunstfaser Nylon verkaufsfähig. Etwa zeitgleich begannen die Buna-Werke der I.

Das Produkt zeigte hohe Temperaturbeständigkeit und eine hohe chemische Beständigkeit. Rochow , Richard Müller. Seit Anfang der er Jahre war die Polymerisation von Acrylnitril bekannt. Es war als Kunststoff jedoch so nicht brauchbar. Der Chemiker Rein konnte Polyacrylnitril in Dimethylformamid lösen und so für die Kunststoffproduktion brauchbar machen. Vor allem nach nahm aufgrund der zahlreichen Erfolge auf dem Gebiet der Polymerchemie die Produktion von Kunststoffen enorm zu.

Durch die Entwicklung der Thermoplaste und insbesondere von entsprechenden Verarbeitungsverfahren konnten Formteile jetzt auf unschlagbar billige Weise hergestellt werden. Kunststoff wurde von einem Ersatzstoff mit besonderer Bedeutung zu einem Werkstoff für die industrielle Massenfertigung. Die Kunststoffindustrie ist bis heute eine Wachstumsbranche, wobei die Herstellungskapazitäten in Asien zwischen und die führenden und etwa gleich starken Regionen Europa sowie Nord- und Südamerika überholten.

Je nach Blickwinkel des Betrachters und Anforderung können Kunststoffe verschiedenartig eingeteilt werden. Gängig sind Einteilungen nach mechanisch-thermischem Verhalten häufigste Einteilung , Ursprung natürlich oder synthetisch , Verwendung oder Entstehungsreaktion.

Eine strenge Abgrenzung einzelner Kunststoffe ist oft nicht möglich, diese Einteilungen bieten allerdings eine gute Übersicht.

Die Einteilung nach mechanisch-thermischem Verhalten erfolgt in Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. Diese Einteilung ist anwendungstechnischer Herkunft. Die unterschiedlichen Polymerklassen unterscheiden sich in ihren mechanischen Eigenschaften aufgrund der unterschiedlichen Vernetzung und dem jeweiligen Verhältnis zwischen Gebrauchstemperatur meist Raumtemperatur und physikalischer Übergangstemperatur Glasübergangstemperatur und Schmelzpunkt.

Thermoplaste sind Kunststoffe, die aus langen linearen Molekülen bestehen. Sie können durch verschiedene Ur- und Umformverfahren in die gewünschte Form gebracht werden. Nachdem das Werkstück abgekühlt ist, behält es seine Form bei. Dieser Prozess ist somit reversibel lat. Ursache für dieses Verhalten sind fadenförmige, lineare Makromoleküle.

Die meisten der heute verwendeten Kunststoffe fallen unter diese Gruppe Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polyester. Für einfache Konsumwaren, Verpackungen etc. Um neue, bisher noch nicht vorhandene Eigenschaften zu erzeugen, können zwei oder mehrere miteinander verträgliche Thermoplaste vermischt werden Polyblend. Duroplaste Duromere sind Polymere, die in einem Härtungsprozess aus einer Schmelze oder Lösung der Komponenten durch eine Vernetzungsreaktion hervorgehen.

Diese irreversible Reaktion wird meist durch Erhitzen bewirkt daher der englische Fachterminus thermosets , kann aber auch durch Oxidationsmittel, energiereiche Strahlung oder Einsatz von Katalysatoren initiiert und beschleunigt werden. Eine Erwärmung von Duroplasten führt nicht zu einer plastischen Verformbarkeit, sondern lediglich zu deren Zersetzung. Ausgehärtete Duroplaste sind meist hart und spröde sowie im weitergehenden Fertigungsprozess nur noch mechanisch bearbeitbar.

Ursache für dieses Verhalten sind die raumvernetzten Makromoleküle. Wegen ihrer mechanischen und chemischen Beständigkeit auch bei erhöhten Temperaturen werden sie häufig für Elektroinstallationen verwendet. Der verbreitetste und älteste Kunststofftyp dieser Klasse sind die Phenoplaste.

In diese Gruppe fallen auch Polyesterharze, Polyurethanharze für Lacke und Oberflächenbeschichtungen und praktisch alle Kunstharze wie beispielsweise Epoxidharze. Durch Druck oder Dehnung können Elastomere ihre Form kurzzeitig verändern, nach Beendigung von Druck oder Dehnung nimmt das Elastomer schnell wieder seine ursprüngliche Form an.

Die Elastomere sind weitmaschig vernetzt und daher flexibel. Sie werden beim Erwärmen nicht weich und sind in den meisten Lösemitteln nicht löslich. Zu den Elastomeren gehören alle Arten von vernetztem Kautschuk. Die Vernetzung erfolgt beispielsweise durch Vulkanisation mit Schwefel, mittels Peroxiden , Metalloxiden oder Bestrahlung.

Der Rest verteilt sich auf sonstige Gummiartikel, zum Beispiel Chemikalienhandschuhe und Hygieneartikel. Unter chemischen Gesichtspunkten können Kunststoffe als makromolekulare Stoffe mit anderen makromolekularen Stoffen verglichen werden.

Die verschiedenen makromolekularen Stoffe können dann nach Ursprung eingeteilt werden in:. Je nach Preis, Produktionsvolumen und Verwendungsmöglichkeit können Thermoplaste in die vier Anwendungsklassen eingeteilt werden: Standardkunststoffe , technische Kunststoffe, Funktionskunststoffe und Hochleistungskunststoffe. Standardkunststoffe werden häufig als Verpackungsmaterial verwendet, zu ihnen gehören beispielsweise Polyethen oder Polyvinylchlorid.

Technische Kunststoffe werden häufig für technische Konstruktionen verwendet, zu ihnen zählen beispielsweise Polyethylenterephthalat und einige aliphatische Polyamide.

Funktionskunststoffe dienen nur einer einzigen Funktion, wie beispielsweise als Barriere für Aromen und Gase in Kunststoffverpackungen. Duroplaste können nicht nach diesem Schema eingeordnet werden, sondern bilden eine eigene Klasse.

Hochleistungskunststoffe zeichnen sich gegenüber Standard-, technischen und Spezialkunststoffen durch ihre Wärmeformbeständigkeit und beispielsweise gute mechanische Eigenschaften aus. Der Vergleich von Standardkunststoffen, technischen Kunststoffen und Hochleistungskunststoffen wird durch die folgende Abbildung veranschaulicht:. Kunststoffe werden durch verschiedene Polyreaktionen erzeugt: Polymerisation , Polykondensation und Polyaddition.

Entsprechend wird das Produkt entweder als Polymerisat, als Polykondensat oder als Polyaddukt bezeichnet. Kunststoffe zeichnen sich, verglichen mit keramischen oder metallischen Werkstoffen , durch eine Reihe von ungewöhnlichen Eigenschaften aus:.

In Bezug auf die mechanischen Eigenschaften sind Kunststoffe anderen Werkstoffklassen häufig unterlegen. Ihre Festigkeit und Steifigkeit erreicht meist nicht die von Metallen oder Keramiken. Wegen der geringen Dichte kann dies jedoch teilweise mit konstruktiven Mitteln höhere Wandstärken oder dem Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen kompensiert werden. Obwohl die Festigkeiten vergleichsweise niedrig sind, brechen Kunststoffteile weniger leicht als beispielsweise Keramik oder Glas durch ihre zumeist gute Zähigkeit.

Deshalb werden Gebrauchsgegenstände für Kinder und Spielzeug vielfach aus Kunststoff gefertigt. Viele Kunststoffe sind im Gegensatz zu Metallen aufgrund ihrer organischen Natur beständig gegenüber anorganischen Medien.

Daher wurden Werkstoffe aus Kunststoff zur Herstellung von pflegeleichten Haus- und Elektrogeräten, Fahrzeugausstattungen, Spielzeugen bevorzugt. Im Gegensatz zu Metallen reagieren sie allerdings empfindlich auf organische Lösungsmittel, wie Alkohole, Aceton oder Benzin. Dennoch gelang es auf diesem Gebiet beständige Kunststoffe zu entwickeln. Ein Beispiel ist der Kraftstofftank aus Polyethylen in modernen Personenkraftwagen, der überaus beständig gegenüber Korrosion und trotzdem unempfindlich gegenüber dem Benzin ist.

Degradation bezeichnet bei Kunststoffen deren Abbau oder Zerfall. Während Metalle bei hohen Temperaturen aufwendig gegossen werden müssen und Einschränkungen bezüglich der Gussformen bestehen, lassen sich aus Thermoplasten kompliziertere Formteile mit vergleichsweise geringem Aufwand fertigen siehe Extrusion und Spritzguss.

Da aus diesem Grund bei einer Berührung vergleichsweise wenig Wärmeenergie von der Hand übertragen wird Kunststoffe sich also bei niedrigen Temperaturen dennoch warm anfühlen , werden Griffe an Werkzeugen oder Geländern gerne aus Kunststoff hergestellt oder damit überzogen. Werkstoffe wie Schäume, Vliese und Flocken isolieren vor allem durch den Gehalt an räumlich fixierter Luft.

Kunststoffe als Matrixmaterial fördern die Isolierwirkung; wie etwa in Dämmstoffplatten, Textilien oder Matratzen. Die leichte Brennbarkeit ist hingegen ein klarer Nachteil gegenüber mineralischer Glas- oder Steinwolle, Schaf- und Baumwolle , Kork, aber auch Massiv holz. Daher werden Kunststoffe zur Isolation eingesetzt. Metallisiert werden Kunststofffolien als Dielektrikum eingesetzt und zu Kondensatoren zusammengerollt. Den hohen Oberflächenwiderstand, der mit Reibung über Kontaktelektrizität zu elektrostatischer Aufladung führt, mit Füllstoffen so in Schuhsohlen oder Antistatika etwa in Möbelpolitur oder Textilwaschmittel wird er gebrochen.

Bei einer Kettenpolymerisation beginnt das Wachstum mit einem Molekül, an das sukzessive weitere Monomere addiert werden. Die Zahl der Monomere, aus denen das Polymer letztendlich besteht, ist der Polymerisationsgrad. Der Polymerisationsgrad kann durch das Verhältnis von Monomer zu Initiator eingestellt werden.

Mathematisch wird er durch die Mayo-Gleichung abgeschätzt. Bei der radikalischen Polymerisation werden die Wachstumsreaktionen durch Radikale initiiert und fortgepflanzt. Sie ist verglichen mit anderen Kettenreaktionen unempfindlich, leicht zu kontrollieren und liefert schon bei recht kleinen Umsätzen hohe Polymerisationsgrade. Eine Gefahr bei diesem Verfahren stellt die freiwerdende Polymerisationswärme dar.

Diese Wärme erzeugt, wenn sie nicht abgeführt wird, weitere Radikale, so dass sich die Reaktion selbst beschleunigen kann. Bei ionischen Polymerisationen werden die Wachstumsreaktionen durch ionische Spezies initiiert und fortgepflanzt. So wird in diesem Zusammenhang auch von lebenden Polymeren gesprochen. Daher kann nach Abschluss einer Polymerisation auf die noch lebenden , also zur Polymerisation befähigten Ketten, ein weiteres Monomer aufgeben und ein erneutes Wachstum angeregt werden.

Sind in einem Copolymeren lange Blöcke des einen Monomers, gefolgt von Blöcken des anderen, sind dies Blockcopolymere. Für eben solche speziellen Anwendungen wird die ionische Polymerisation angewandt.

Nachteil dieses Verfahrens ist seine hohe Empfindlichkeit gegenüber Verunreinigungen, Wasser und Sauerstoff. Diese Polymerisationen finden in Gegenwart von Katalysatoren statt. Beim Katalysator handelt es sich um einen Metallkomplex Verbindung aus Metallatomen, umgeben von weiteren Spezies , der in der Lage ist, die wachsende Kette zu binden. Resultat ist ein höherer Ordnungsgrad der entstehenden Polymere sowie ein geringerer Verzweigungsgrad.

Aufgrund dieser reguläreren Struktur erfolgt die Packung der einzelnen Ketten im Festkörper effizienter, der Kunststoff wird dichter. Die zurzeit industriell wichtigste Katalysatorklasse ist die der Ziegler-Natta-Katalysatoren. Eine Rolle spielen sie zum Beispiel bei der Herstellung von Polyethylen.

Es resultiert ein Polymer mit hohem Ordnungsgrad, wenigen Verzweigungen und hoher Dichte. Im Gegensatz zur Kettenpolymerisationen erfolgt in Stufenpolymerisationen die Bildung der Polymere nicht durch Initiation einer wachsenden Kette, die weiter sukzessive Monomere addiert, sondern durch direkte Reaktion der Monomere untereinander.

Diese Reaktion kann unter Freisetzung eines Nebenprodukts wie Wasser als Polykondensation oder durch einfache Addition der Monomere zu einer neuen Verbindung durch Polyaddition erfolgen.

Bei Polykondensationen erfolgt die Bildung der linearen Kette durch intermolekulare Reaktion bifunktioneller Polymere unter Abspaltung einer kleineren Spezies, wie beispielsweise Wasser oder Alkohole. Eine wesentliche Bedeutung besitzt die Polykondensation für die Polyamide. Carbonsäuren reagieren mit Aminen zu Amiden. Werden Moleküle eingesetzt, die zwei Carbonsäuregruppen tragen, kann eines dieser Moleküle mit zwei Aminen reagieren.

Es entsteht so ein Polymer aus drei Monomeren eine Carbonsäureeinheit, zwei Amine. Tragen die eingesetzten Amine auch wieder zwei Amingruppen, kann die zuvor entstandene Spezies wiederum mit zwei Carbonsäuremolekülen reagieren.